Monheim: Neues Projekt für Hochwasserschutz

Monheim : Neues Projekt für Hochwasserschutz

Das Land Nordrheinwestfalen stärkt den Hochwasserschutz und beteiligt sich finanziell an dem Rückhaltebecken "Worringer Bruch" in Köln. Das kommt auch Monheim zugute. "Sinn macht, was rheinaufwärts passiert", sagt Andreas Apsel, bei der Stadt Monheim zuständig für Hochwasserschutz. "Wasser, das nicht bei uns ankommt, sondern woanders schon abfließen kann, hilft uns."

Die geplante Retensionsfläche im Kölner Norden würde eine Wasserstandssenkung von bis zu 17 Zentimetern bis in die Niederlande hinein bewirken. So teilt es das NRW-Umweltministerium mit. Deshalb übernimmt das Land Kosten in Höhe von 54 Millionen Euro für das "überörtlich wirkende Hochwasserschutzprojekt." Ein entsprechender Vertrag mit den Stadtentwässerungsbetrieben Köln wurde jetzt unterzeichnet.

Die Stadt Monheim hat bereits im Jahr 2003 begonnen, ihren Hochwasserschutz zu verbessern und die Deiche zurückverlegt. Jetzt fehlt noch die geplante Spundwand für die Rheinuferstraße zwischen Industriestraße und der Stadtgrenze zu Hitdorf. Es gibt schon Vorentwürfe, erläutert Apsel. Diese würden voraussichtlich bis zum Jahresende fertiggestellt werden. Dann könne man in die Genehmigungsphase eintreten. Auch müssten die notwendigen Fördergelder beim Land noch beantragt werden. Wenn es gut laufe, könnte mit der Umsetzung des zusätzlichen Hochwasserschutzes im Jahr 2017 begonnen werden.

Für die von Monheim gewünschte Kooperation mit der Stadt Leverkusen gebe es noch keine positiven Signale. Da sich das Land dort ein wenig erhöhe, sehe man in Hitdorf keine Notwendigkeit, sich am Hochwasserschutz zu beteiligen. Die Wand soll von der Industriestraße zur Stadtgrenze, über die Rheinuferstraße hinweg verlaufen, den Parkplatz des Diners Virginia queren an den Gleisanlagen enden.

(og)
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