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Langenfeld: Neues Center belebt die City

Langenfeld : Neues Center belebt die City

Mit H&M, Tom Tailor, Intersport und Kult hat die Langenfelder Innenstadt klassische Magnete an einem Standort versammelt. Das neue Center "Sass" bringt Leben in die Einkaufsstraße.

Mit H&M, Tom Tailor, Intersport und Kult hat die Langenfelder Innenstadt klassische Magnete an einem Standort versammelt. Das neue Center "Sass" bringt Leben in die Einkaufsstraße.

Die IHK hat Langenfeld als Einkaufstadt ausdrücklich gelobt, die RP berichtete im August über das Ergebnis der Befragung von 300 Passanten und Geschäftsleuten. Dass die Stadt sich mit ihrem Angebot "auch vor den umliegenden Großstädten nicht verstecken muss" — so die IHK, liegt auch daran, dass mit dem Umbau der früheren Hertie-Filiale an der Solinger Straße zum Kaufhaus Sass am Markt das Angebot deutlich erweitert werden konnte.

Die Freude des Citymamagers und des Bürgermeisters über den gelungen "Schlussstein" der Innenstadtgestaltung wird von den im "Sass" seit mehr fast 18 Monaten ansässigen Geschäftsleuten geteilt. Vor allem die Modegeschäfte und ein Sporthändler schlossen echte Angebotslücken. Sowohl bei H&M, wie bei Tailor oder Kult ist man allgemein mit dem Standort "sehr zufrieden", Einzelheiten über den Geschäftsverlauf sind bei Filialisten bzw. ihren "Mutterhäusern" nur schwer zu erfahren.

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Mitteilungsfreudiger sind die Kundinnen. "Ich brauche nicht in die Nachbarschaft, um Neuigkeiten zu finden", sagt Sabine Schmieder aus Richrath, die gerade ihre Herbstgarderobe bei H&M erweitert hat. "Die monatlich neuen Kollektionen und die Aktionen machen mich neugierig", erklärt Kerstin Höffner aus Monheim mit Blick auf das Angebot von Tom Tailor.

Hans-Jürgen Middendorf, Inhaber des Intersport Profimarktes Langenfeld im Sass am Markt ist voll des Lobes. "Wir haben alles richtig gemacht." Nach zehn Jahren in Wermelskirchen wagte er sich an diesen zusätzlichen Standort, rund 800 quadratmeter im Untergeschoss. Trotz der intensiven Standortanalyse mit Hilfe der Einkaufsgenossenschaft war sich Middendorf des Risikos bewusst. Nur der niedrige(re) Mietpreis im Untergeschoss war akzeptabel, die Lage ist in der Praxis kein Problem; denn , so sagt er, "nur fünf Prozent der Kunden, meist mit Kinderwagen oder Rollatoren, nutzen den Aufzug". Stattdessen hören seine Mitarbeiter "das ist doch hier ein Sportgeschäft", wenn die Besucher lieber die Treppe zum Ausgang nehmen.

"Nach anderthalb Jahren haben wir 3000 Kunden, die sich mit einer Karte als "Stammkunden" registrieren ließen", nennt Hans-Jürgen Middendorf konkrete Zahlen. Die Teamleiterin vor Ort, Anika Pingel, hat inzwischen die speziellen Vorlieben der Langenfelder erkannt. "Überdurchschnittliches Interesse an Tennisartikeln und Wassersportkleidung, vermutlich wegen der Wasserskianlage" lautet ihr Fazit. Die übrigen Geschäfte des Sass-Kaufhauses und die gegenüberliegende Markthalle führen für die Sportfachverkäufer zu einem insgesamt guten Umfeld..

Die Läden bei Sass bedeuten auch für das angrenzende Marktkarree die erhoffte Belebung. "Wir haben eine gemessene Frequenzsteigerung um bis zu 20 Prozent der Besucher", freut sich Centermanager Karsten Mazanneck. Das Marktkarree selbst hofft durch die bevorstehende Eröffnung von Tiger-Hobby-und Modellbau, einem Spezialisten für ferngesteuerte Modelle aller Größen, der die 400 Quadratmeter große Aktionsfläche im Obergeschoss übernimmt, einen weiteren Pluspunkt zu bringen.

(mmo)