1. NRW
  2. Städte
  3. Langenfeld

Baumberg: Neue Sportanlage mit Option für Halle

Baumberg : Neue Sportanlage mit Option für Halle

Morgen soll der Rat den modifizierten Plan absegnen. Erst im Sommer 2015 kann die Anlage übergeben werden.

Die Stadt wird dem Rat in seiner morgigen Sitzung den endgültigen Entwurf für die neue Bezirkssportanlage in Baumberg-Ost vorlegen. Verglichen mit dem bis vor den Sommerferien gültigen Entwurf enthält dieser zwei wesentliche Neuerungen: Eine in das Umkleidegebäude integrierte Geschäftsstelle des BTSC und eine Reservefläche im Südwesten des Platzes für den Bau einer Sport- oder Gymnastikhalle. Sie basieren auf dem Kompromiss, den die Stadt im Juli mit den beiden Baumberger Sportvereinen schloss. Er eröffnet dem BTSC die Perspektive der alleinigen Nutzung nach 2024, wenn die Kicker der Sportfreunde an die neu errichtete Sportanlage am Kielsgraben umziehen können.

"Wir wollen unsere sportlichen Aktivitäten langfristig dort konzentrieren und die Bezirkssportanlage zum Zentrum für nicht fußballbezogene Sportarten machen", erklärt Helmut Wilk, Vorsitzender des BTSC. In einem ersten Schritt würde der Verein dort seine Geschäftsstelle einrichten. "Es gibt bereits einen Beschluss des Vorstands, dass wir die Option für den Bau eines kleinen Verwaltungstraktes auf eigene Kosten nutzen. Die Finanzierung ist gedeckt", sagt Wilk. Der Beschluss bedarf aber noch einer Bestätigung durch die Mitgliederversammlung.

  • Die Rauchwolke hat in Langenfeld Angst
    Explosion im Chempark : Nach Explosion: Es besteht keine Gefahr für Langenfeld
  • Städtischer Mitarbeiter hat über 20 Jahre
    Rathausbetrug : Rathausbetrug: Beklagter sagt aus
  • Ein Teil der Kirchenbänke ist verkauft
    Kirchensanierung : 20 Bänke aus der Klinikkirche sind verkauft

Am südwestlichen Rand der Bezirkssportanlage liegt eine Rasenfläche, die als Optionsfläche für eine Sporthalle dienen soll, für den Fall, dass Engpässe bei den Hallenzeiten auftreten. Denn die Vereine fürchten, dass nach 2017, wenn der Mietvertrag der Paul-Maar-Schule für die Geschwister-Scholl-Schule ausläuft, alle Gebäude inklusive der Sporthalle abgerissen werden. Dagegen erklärt Peter Heimann, Fachbereichsleiter Schule, Sport, dass es noch gar keine konkreten Überlegungen für eine künftige Nutzung des Geländes gebe. Auch gebe es unterschiedliche Ansichten hinsichtlich der Auslastung der Hallen. So hatte Abteilungsleiter André Zierul kürzlich die Situation als "entspannt" bezeichnet und dabei auf den ungeheuren Mitgliederschwund beim BTSC verwiesen. Die Sporthalle sei "bis unter die Kante ausgenutzt", entgegnet Wilk. "Neu im Vorstand, habe ich den damaligen Mitgliederbestand von 1600 einfach einmal um etwa 400 Karteileichen erleichtert", erläutert Wilk die Zahlen. Vor allem fehlten dem Verein Vormittagsstunden für den Seniorensport. Auch die Schließung der Hallen während der Ferien sei nicht geeignet, ältere Mitglieder zu gewinnen, die selber außerhalb dieser Zeiten verreisten. "Die wandern dann zur SG Monheim ab", so Wilk.

Die Stadtverwaltung möchte die beiden Vereine, die Nutznießer der Anlage sind, dazu bringen, auch die Pflege zu übernehmen. "Es gibt einen Vorstandsbeschluss, dass wir die Pflege gerne übernehmen, wenn wir die Alleinnutzung haben. Solange aber die Fußballer 70 bis 80 Prozent der Anlage nutzen, bevorzugen wir die Stadt als übergeordneten Mediator", sagt Wilk. Sonst gebe es Streit. Er bedauert, dass nach Angaben der Stadt erst im Februar 2014 mit der Ausschreibung der Anlage begonnen werden könne, wenn nämlich der Satzungsbeschluss für das gesamte Baugebiet gefasst ist. Mit der Fertigstellung kann frühestens im Sommer 2015 gerechnet werden. "Das ist schade, ursprünglich sollte die Anlage im Herbst 2014 übergeben werden", so Wilk.

(RP)