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Monheim: Neue Domizile für kreative Forschung

Monheim : Neue Domizile für kreative Forschung

Im Planungsausschuss werden am kommenden Donnerstag (18 Uhr, Ratssaal) die Weichen für weitere innovative Firmenansiedlungen an der Alfred-Nobel-Straße gestellt. Auf dem Areal des Creative Campus stehen noch rund 40 000 Quadratmeter für ein neues Projekt zur Verfügung. 30 000 Quadratmeter davon sind Gewerbeflächen. Etwa 1800 Arbeitsplätze könnten dort entstehen, sagt Chefplaner Thomas Waters. Der Campus ist Sitz des internationalen Bio-Pharmaunternehmens UCB (Union Chimique Belge) und Nachbar der Bayer Crop Science AG mit ihrem Forschungszentrum.

Entscheiden die Politiker in der kommenden Woche positiv über die Aufstellung des Bebauungsplans, gehen zunächst zwei Varianten in die Bürgerbeteiligung. Läuft alles glatt, kann in einem Jahr gebaut werden, so die Prognose der Wirtschaftsförderung. Eigentümer sind UCB und Aesica. Gemeinsam mit der Stadt wird das Areal nun entwickelt.

Die Zusammenarbeit mit UCB sei sehr konstruktiv und zielgerichtet, lobt Thomas Waters. Überhaupt verspreche das bisher einmalige Konzept eine "spannende Gewerbeentwicklung". Ein Kooperationsvertrag regelt die Zuständigkeiten. Demnach übernimmt die Stadtverwaltung die Steuerung und Finanzierung der Bauleitplanung. Als Bauherr werde man aber nicht auftreten, bekundet Waters. "Wer dort auf wessen Rechnung baut, ist noch ungeklärt." Wichtig sei es, zunächst mit dem städtebaulichen Konzept zu beginnen. Auch Antje Witte, Projektmanagerin bei UCB, geht "von einem Meilenstein zum nächsten". Zuerst müsse Baurecht geschaffen werden. Dann sehe man gelassen weiter. Prinzipiell sollte jeder das machen, was er am besten könne. UCB sei ein Spezialist darin, neue Wirkstoffe für Medikamente zu entwickeln, aber kein Bauträger.

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Fest steht, auch in den neuen Wissenschaftspark ziehen Firmen, deren Kerngeschäfte Medizin und Gesundheit sind. Hochqualifizierte Mitarbeiter werden sich zum gemeinsamen Nutzen und Arbeiten dort austauschen. Der Begriff "Campus" sei bewusst an das universitäre Leben und Arbeiten angelehnt. Um neue Wirkstoffe zu entwickeln, die den Patienten helfen können, sei eine kreative Umgebung förderlich, erklärt Witte die Intention. "Wir wollen dort Raum schaffen, in dem sich die Mitarbeiter nicht ständig neu organisieren müssen."

Eine gute Infrastruktur mit einem zweisprachigen und flexibel auf die Arbeitszeit ausgerichteten Kindergarten, mit hochwertigem und gesunden Essen und einer Reinigung tun ihr übriges. Traum der Projektentwicklerin ist es, dass die Leute gerne in den Laboren, Büros und Forschungseinrichtungen arbeiten wollen.

Der Creative Campus ist rund zweieinhalb Jahre nach Projektbeginn fast ausgebucht, freut sich Antje Witte. 960 Mitarbeiter sind auf dem Gelände beschäftigt. Die erste Etage ist momentan noch frei, sei aber reserviert. "2013 knacken wir die 1000er Marke", ist sie optimistisch. "Diese Dynamik freut uns", sagt Robert Ullrich, Abteilungsleitung Stadtplanung. "Der Creative Campus kommt mit den Firmen in Schwung, die wir uns dort wünschen."

(RP/ac)