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Monheim: Neue Ausstellung zeigt Monheim von oben

Monheim : Neue Ausstellung zeigt Monheim von oben

Gestern wurde im Rathaus eine Ausstellung mit 28 Aufnahmen eröffnet, die im Drehleiterkorb der Feuerwehr entstanden sind.

Diese Perspektive auf Monheim war bisher den Vögeln und Segelfliegern vorbehalten. "Monheim von oben" heißt die Foto-Ausstellung, die seit gestern Morgen im ersten Stock des Rathauses zu sehen ist. Vom Korb des Drehleiterwagens der Feuerwehr aus haben Kerstin Frey und Thomas Nüchter, zwei Mitarbeiter der Abteilung Stadtplanung, mehr als 1000 Aufnahmen von Rheinbogen, Wohnvierteln, Straßen, der Altstadt und markanten Gebäuden geschossen. Das Hubrettungsfahrzeug machte dazu an 16 verschiedenen Standorten Halt. Für ihre Fotosessions in luftiger Höhe suchten sich die beiden die Wintermonate von Dezember bis März dieses Jahres aus, "weil die unbelaubten Bäume genügend städtische Strukturen erkennen lassen. Sonst wäre alles nur grün", sagt Frey. Die Sicht war an manchen dieser Tage so klar, dass in der Ferne hinter St. Dionysius sogar der Kölner Dom zu erkennen ist.

Durch die ungewöhnliche Perspektive müssten selbst ortskundige Monheimer zuweilen zweimal hingucken, um zu erkennen, was dort abgebildet ist, sagte Bürgermeister Daniel Zimmermann bei der Eröffnung der Ausstellung. Und sie offenbart neue Erkenntnisse: "Dass der Eierplatz tatsächlich eiförmig angelegt ist und seinen Namen nicht nur der Skulptur verdankt, habe ich erst von oben gesehen", sagt Frey. Überhaupt böten die Aufnahmen die Gelegenheit zu einer zusammenfassenden Betrachtung, findet Stadtplaner Robert Ullrich. Selbst die Feuerwehr kann einen gewissen Profit aus der Aktion schlagen: "Wir konnten so mal in die Hinterhöfe gucken und sehen, was da noch an Gebäuden steht, das kann man von der Straße oft gar nicht erkennen", erklärt Thorsten Schlender, stellvertretender Leiter der Feuerwehr. Also Objektkunde von oben. Für die Ausstellung mussten die beiden Hobbyfotografen eine harte Auslese vornehmen: "Von den über 1000 Aufnahmen haben wir erst 182 in die engere Wahl genommen und daraus dann weitere 28 ausgewählt", erklärt Thomas Nüchter. In ihrer Freizeit fotografiert Kerstin Frey "alles außer Menschen", vor allem Architektur und Naturdetails mit dem Mako-Objektiv. Ihr Kollege sucht sich vorzugsweise Ruinen und leerstehende Gebäude als Motiv.

 Ein kleines Stück altes Monheim mit St. Gereon ist hier zu sehen.
Ein kleines Stück altes Monheim mit St. Gereon ist hier zu sehen. Foto: Kerstin Frey

200 Aufnahmen können ab sofort auf der städtischen Homepage in Augenschein genommen und als Drucke erworben werden. Der Erlös soll der Jugendfeuerwehr zukommen. Die 25 Mitglieder werden ihn vermutlich für ihr Jugendlager in Bad Tölz aufwenden.

 Eine sehr touristische Seite Baumbergs zeigt diese Ansicht der Klappertorstraße und der Rheinterrassen. Von dort aus erkunden viele Menschen den Rhein.
Eine sehr touristische Seite Baumbergs zeigt diese Ansicht der Klappertorstraße und der Rheinterrassen. Von dort aus erkunden viele Menschen den Rhein. Foto: Kerstin Frey

Die Ausstellung (bis 27. Juni) wird auch bei der Rathaus-Rallye eine Rolle spielen. Dann muss ein markantes Gebäude entdeckt oder eine Häusergruppe geografisch zugeordnet werden. Die Fotografen würden ihre Kooperation mit der Feuerwehr gerne noch um eine Blickrichtung erweitern: Monheim vom Rhein aus - natürlich mit Hilfe des Mehrzweckbootes der Feuerwehr.

(RP)