Langenfeld: Naturschützer regen Streuobstwiese an

Langenfeld: Naturschützer regen Streuobstwiese an

Seit kurzem gibt es in Langenfeld wieder eine Ortsgruppe des Bundes für Umwelt und Naturschutz. Sie würde gerne eine Streuobstwiese anlegen. Außerdem will sie den Flächenverbrauch kritisch begleiten.

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat jetzt in Langenfeld eine Ortsgruppe. Sie wurde in der vergangenen Woche gegründet. In den Vorsitz wurden Karl Wilhelm Bergfeld, Eva-Maria Farin und Jürgen von der Weem gewählt. Die Gruppe zählt rund 20 Mitglieder. Das erste Ortsgruppentreffen ist nach den Ferien am 27. August. Die Mitglieder werden dazu gesondert eingeladen.

Sie bilden den Vorstand der neuen BUND-Ortsgruppe: (v.l.) Jürgen van der Weem, Eva-Maria Farin und Karl Wilhelm Bergfeld. Foto: BUND

Es gab früher schon einmal eine BUND-Gruppe in Langenfeld, berichtet Karl Wilhelm Bergfeld. Die habe sich aber aufgelöst. Er hält jedoch eine eigene Langenfelder Ortsgruppe für unverzichtbar. Götz-Reinhardt Lederer, Vorsitzender der BUND-Kreisgruppe, sorge sich zwar auch um die Belange der Naturschützer aus dem Südkreis, er wohne aber in Wülfrath. "Wir hingegen kennen uns hier vor Ort aus", betont Bergfeld.

Bereits am Montag haben sich die Aktiven zusammengesetzt, um eine Agenda aufzustellen. Bergfeld freut es, dass nicht ausschließlich BUND-Mitglieder gekommen waren. Ein Thema für die Ortsgruppe wird auf jeden Fall der geplante Hubschrauberlandeplatz in der Nähe der Dückeburg sein. Bergfeld hat sich bereits in der Initiative gegen diesen Landeplatz engagiert. Weiterhin werden die BUNDler den Flächenverbrauch im Auge behalten. "Wir werden die städtische Planung kritisch begleiten", kündigt Bergfeld an. Auch das Thema "neue Baugebiete an den Locher Wiesen" wolle man weiter beobachten, genauso wie das, was sich am Flachenhof tut. Es gibt auch BUND-Mitglieder, die am liebsten sofort mit anpacken und die Schaufel in die Hand nehmen würden. "Wir würden gerne eine Streuobstwiese anlegen", erläutert Karl Wilhelm Bergfeld. Noch habe man keine geeignete Wiese gefunden.

Weiterhin wolle der BUND den Kontakt mit Schulen suchen. Hier könnte sich Bergfeld zum Beispiel vorstellen, ein Nistkasten-Bauprojekt anzubieten. Zudem pochen die BUNDler darauf, dass das Radwegekonzept in Langenfeld auch umgesetzt wird. Dazu wolle man mit dem ADFC zusammenarbeiten.

Beschäftigt hat sich der BUND-Vorstand auch mit den Rodungsarbeiten in Hapelrath im Frühjahr (die RP berichtete). Dort ist ein halber Wald abgeholzt worden. "Wir sind uns nicht sicher, ob das alles in Ordnung war", sagt Bergfeld. Er wartet auf eine Stellungnahme zum Thema von oberster Stelle.

(RP)