Langenfeld: Naturschützer für Windräder in Reusrath

Langenfeld: Naturschützer für Windräder in Reusrath

Für die BUND-Ortsgruppe befürwortet Karl Wilhelm Bergfeld die Erhöhung der 100-Meter-Grenze.

Den Bau hoher Windkraftanlagen in Reusrath befürwortet die Ortsgruppe des BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland). Nach Angaben ihres Sprechers Karl Wilhelm Bergfeld sei die Ortsgruppe mehrfach darauf angesprochen worden, dass sie aus Umweltschutzgründen dagegen sein müsse. "Das sind wir trotz durchaus kontroverser Diskussion mehrheitlich aber nicht", bekräftigte Bergfeld.

Im Zuge der "unbedingt erforderlichen Energiewende" sei es wichtig, Windkraftanlagen über Deutschland zu verteilen. Dies erspare lange Hochspannungstrassen und berücksichtige regionsweise wechselnde Windstärken. "Dass sich Windkraftanlagen auch in Reusrath wirtschaftlich betreiben lassen, ist hinreichend untersucht worden; Voraussetzung ist allerdings, dass die Höhenbegrenzung von 100 Metern aufgehoben wird." Daher begrüße die BUND-Ortsgruppe den Vorstoß von Bürgermeister Frank Schneider (CDU), die für die im Reusrather Süden ausgewiesene Windkraft-Konzentrationszone geltende 100-Meter-Marke zu erhöhen. "Über die Ästhetik von Windrädern kann man sicherlich streiten", räumt Bergfeld ein. Und vereinzelt könnten auch Vögel oder Fledermäuse nach einem Aufprall verenden. "Es gibt jedoch keine Anhaltspunkte dafür, dass dadurch die Populationen gefährdet werden."

(mei)