Langenfeld: Nachbarn ernten Gemüse und Kräuter

Langenfeld : Nachbarn ernten Gemüse und Kräuter

Rotes Kreuz und Projektpartner haben an der Jahnstraße Nutzgarten für die Nachbarschaft angelegt.

Bohnen, Tomaten und Schnittlauch wachsen jetzt auf dem Gelände des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) heran. Direkt neben der Begegnungsstätte an der Jahnstraße entsteht ein so genannter Quartiersgarten. Bewohner des umliegenden Viertels dürfen das selber angebaute Gemüse und die Kräuter in Absprache mit dem DRK ernten, sagt Martina Hanschmidt, die Leiterin der Begegnungsstätte. "Unser neues Projekt stieß bei Kooperationspartnern auf großes Interesse." Ziel sei ein öffentlicher Nutzgarten als Basis für eine gesündere Ernährung und zur Schonung des Geldbeutels.

Gemeinsam mit Hanschmidt trieb Gudrun Klarmann das Vorhaben voran, ausgebildete Projektleiterin der ehrenamtlichen Organisation EFI (Erfahrungswissen für Initiativen). Beide Frauen begeisterten Fachleute und Helfer für das von ihnen "Urban Gardening" genannte Angebot.

Der DRK-Ortsverein Langenfeld stellt laut Hanschmidt auf seinem Gelände die notwendigen Flächen zur Verfügung. "Die Stadtverwaltung Langenfeld unterstützt das Projekt mit zwei riesigen Pflanzkästen. Das Gartencenter ,Berghausener Blumentopf' spendet Pflanzen, Sträucher sowie das erforderliche Saatgut zum Heranziehen." Kräuterpädagogin Marianne Radtke betreue den Garten fachlich, auch der Bürgerverein Langfort beteilige sich als Kooperationspartner. Geplant ist nach den Worten der Organisatorinnen außerdem, die Mädchen und Jungen der benachbarten Schulen in die Pflege mit einzubinden.

Hanschmidt hofft wie alle Akteure auf ein reges Mitmachen der im Umkreis wohnenden Bürger. Der Quartiersgarten könne und solle außerdem auch für bereits bestehende Projekte wie das DRKo+Ko (Kochen und Kommunikation) genutzt werden.

Beim feierlichen ersten Spatenstich fanden sich auf dem DRK-Gelände an der Jahnstraße 26 viele fleißige Helfer die sich um den Anbau und die Pflege der Pflanzen kümmern wollen.

"Wir sind gespannt auf die vielen gesunden Gemüsesorten und Kräuter, die im Garten wachsen werden", meinte Klarmann. Sie hoffe auf eine starke Beteiligung. "Mithelfende Bürger erhalten die Früchte ihrer Arbeit selbstverständlich kostenlos für den eigenen Verzehr." Es sei zudem vorgesehen, die Nutzer des Gartens fachlich zu einem ökologischen Anbau anzuleiten.

(mei)