Serie Neue Mobilität: Nach Langenfeld dauert es länger

Serie Neue Mobilität : Nach Langenfeld dauert es länger

Norbert Opfermann (51) ist Berufspendler, wohnt in Düsseldorf-Gerresheim und arbeitet im Langenfelder Stadtzentrum; als Pressesprecher der Entgelt und Rente AG. Er gehört zu den 50 RP-Lesern, die für unsere Serie "Neue Mobilität" einen Monat lang Rheinbahn, Car- und Bike-Sharing ausprobieren.

Eigentlich fährt Opfermann mit dem Auto zur Arbeit. "Ich benötige dann von Haus zu Haus etwa eine halbe Stunde. Auf der A 59 ist der Verkehr für mich nicht schlimm, weil ich morgens und abends ja quasi gegen den Strom fahre." Seine Erfahrung bei der Fahrt mit Bus und S-Bahn beschreibt er so:

"Der Tag beginnt mit früher aufstehen. Denn die Fahrt von meiner Wohnung nach Langenfeld mit Bus und Bahn wird mindestens doppelt so lang dauern wie mit dem Auto. Nach nur einer Station endet die Fahrt erst mal; die Niederflurbahn wird wegen einer Bremsenstörung aus dem Verkehr gezogen. Glücklicherweise gibt es von der Haltestelle Schlüterstraße eine alternative Fahrgelegenheit mit der 712 bis zum S-Bahnhof Wehrhahn. Die S 6 ist pünktlich. Am S-Bahnhof Hellerhof rauscht der Regionalexpress an uns vorbei, aber der hält leider nicht in Langenfeld. Am S-Bahnhof Langenfeld steht mein Bus 791 zweimal auf der Anzeigetafel: Der mit "sofort" angezeigte kommt nicht, aber der zwei Minuten später ist pünktlich. Nach viermaligem Umsteigen bin ich nach einer Stunde am Ziel.

Auf der Rückfahrt hat mein Bus vier Minuten Verspätung. Weil die S-Bahn auch zwei Minuten zu spät kommt, erreiche ich doch noch meinen Anschluss. In Berghausen rauscht der Regionalexpress an uns vorbei. Am S-Bahnhof Wehrhahn verpasse ich wegen der Verspätung meinen direkten Anschluss. Unter einer Stunde Fahrzeit und dreimal Umsteigen ist diese Strecke nicht zu machen. Ich bin froh, dass ich nicht auf den ÖPNV angewiesen bin."

(mei)
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