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Langenfeld: Musikschule weist FDP-Kritik zurück

Langenfeld : Musikschule weist FDP-Kritik zurück

Leiter Raderschatt: Wegen "Robin Hood" ist kein Musikunterricht ausgefallen.

Hat das Musikschul-Musical "Robin Hood", das vor zwei Wochen in der Stadthalle aufgeführt wurde, zuviel Dozentenarbeit gebunden? Hat der Normalbetrieb der Musikschule demnach unter dem aufwändigen Projekt mit mehr als 50 Beteiligten allein auf der Bühne gelitten? Dieser Verdacht schwingt in einer Anfrage mit, die die FDP jetzt im städtischen Kulturausschuss stellte. Die Antwort für den verhinderten Musikschulleiter Jan Raderschatt verlas Stadtkulturkoordinatorin Juliane Kreutzmann. Seine wichtigste Botschaft: Wegen der Musical-Produktion sind keine Unterrichtsstunden ausgefallen, "allenfalls wurden sie verlegt".

Sieben Fragen zu dem Projekt stellten FDP-Ratsfrau Hanna Paulsen-Ohme und Beate Wagner als Sachkundige Bürgerin, so etwa nach zeitlichem Aufwand und Finanzierung des Musicals. Laut Raderschatt steht die Endrechnung noch aus, aber so viel ließ er schon mitteilen: Neben den geplanten 5000 Euro aus dem Musikschul-Etat trug der Landschaftsverband Rheinland (LVR) 7500 Euro zu der Produktion bei, für die die Langenfelder Musikschule offiziell mit der Musikschule Monheim und der vom Kreis Mettmann getragenen Virneburg-Förderschule in Reusrath zusammengearbeitet hat. Hinzu gekommen seien Einnahmen aus dem Kartenverkauf in Höhe von 15 000 Euro.

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Die Probestunden auf Dozentenseite summieren sich nach Raderschatts Angaben auf 100. Von den Musikschülern hätten 15 an dem Projekt teilgenommen, 50 seien erst durch das Casting zur Musikschule gestoßen. Die von der FDP in der Antragsbegründung gemachte Feststellung, "Kernaufgabe" der Musikschule und ihrer Dozenten sei es, Musikunterricht zu erteilen, bezeichnet der Musikschulleiter als "sachlich nicht richtig". Vielmehr gehöre es auch zu den Kernaufgaben der Einrichtung, Konzerte und vergleichbare Veranstaltungen durchzuführen.

(gut)