Monheims Jungparlamentarier starten Wahlkampf

Monheim: Jungparlamentarier starten Wahlkampf

28 Schüler wollen ins Monheimer Jugendparlament. Die Wahl ist am 6. und 7. März

Emir Alak ist 16 Jahre alt. Er sitzt seit Ende 2018 dem Monheimer Jugendparlament vor und stellt sich wieder zur Wahl. „Zwei Jahre sind einfach zu kurz, um etwas zu bewegen“, sagt der Schüler der Peter-Ustinov-Gesamtschule (PUG). Am 6. und 7. März wird das neue Parlament gewählt. Die insgesamt 28 Kandidaten im Alter zwischen 13 und 17 Jahren haben sich gerade vorgestellt – 14 Mädchen und 14 Jungen treten an. 16 können ins Parlament einziehen.

Einen Punkt hat Emir Alak schon auf dem Zettel. Die Satzung des Parlaments soll geändert werden, damit junge Menschen länger die Möglichkeit haben, im Jugendparlament mitzuarbeiten. Das Wahlalter soll von 17 auf 19 heraufgesetzt werden. Wer dann für zwei Jahre gewählt ist, muss erst mit 21 ausscheiden. „Gerade ältere Jugendliche werden häufig mit Fragen und Anregungen konfrontiert.“ Diese Themen können sie dann selbst nicht mehr aufgreifen. Außerdem sei es besser, wenn ein breiteres Altersspektrum im Jugendparlament vertreten ist. Ein entsprechender Antrag wird im Jugendhilfeausschuss auf der Tagesordnung stehen, kündigt er an.

Je zwei Mitglieder entsendet das Jugendparlament regelmäßig in diesen Ausschuss. Dort können die Vertreter der jungen Generation ihre Ideen vortragen oder auch ihre Meinung sagen. Auf diesem Weg ist zum Beispiel die Nebenjobbörse entstanden. Sie ist unter nemo.monhein.de aufzurufen und wird von der Stadt Monheim gepflegt. „Das ist super“, sagt Alak. So können Jugendliche schneller kleine Jobs finden, um ihr Taschengeld aufzubessern. Außerdem will der PUG-Schüler sich für preiswerte Bustickets auf Kurzstrecken einsetzen. Das Angebot in Monheim sei gut getaktet, aber für viele Schüler zu teuer. Und die meisten wohnen zu nah an ihrer Schule, um etwa ein Monatsticket zu bekommen. Darüber wollen die Vertreter des neuen Jugendparlaments demnächst mit der BSM (Bahnen der Stadt Monheim) demnächst sprechen.

Alexandra Zabrodzki, mit 13 Jahren die jüngste Kandidatin, wünscht sich hingegen mehr Freizeitaktivitäten. Die beiden ältesten Kandidaten sind Fabian Kaindle und Sina Waris Hülk (17 Jahre). Sina Waris Hülk hat das Ziel, die Kommunikation zwischen Jugendlichen und Politikern zu verbessern, etwa durch ein Speed-Debating. „Alte Hasen“ sind

Mohammed Bobaki, Oliver Roth, Angelina Weiand und Mohamed Sinouh. Sie kandidieren erneut. Die Ziele der Kandidaten sind auf der Instagramseite des Jugendparlamentes (Jugendparlament_Monheim) nachzulesen.

Viele Jugendliche wünschen sich mehr Freizeitaktionen (8). Rückzugsorte an den weiterführenden Schulen (etwa eine Chill-Out-Lounge), wo Schüler mal für sich sein können, sowie die Themen Umweltschutz, neue Bolzplätze, kostenfreies Schulessen stehen außerdem auf der Wunschliste.

Damit die Wähler einen Überblick bekommen, sollen Mitte Februar im Stadtgebiet die Plakate der kandidaten aufgehängt werden. Am 7. März ab 19 Uhr werden dann die Ergebnisse der Wahl im Ratssaal vorgestellt.

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