Monheim: Monheimer wegen versuchten Mordes vor Gericht

Monheim : Monheimer wegen versuchten Mordes vor Gericht

Wegen versuchten Mordes und weiterer Delikte muss sich in Kürze ein 39 Jahre alter Monheimer vor dem Düsseldorfer Landgericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm unter anderem vor, am 15. Juni dieses Jahres die Wohnung seiner ehemaligen Freundin in Brand gesetzt zu haben. Die Frau blieb unverletzt.

Nach den Ermittlungen von Kriminalpolizei und Staatsanwalt soll der 39-Jährige an jenem Junitag gegen 4.15 Uhr vor der Wohnungstür seiner Ex-Freundin eine entzündbare Flüssigkeit ausgeschüttet haben, die dann unter dem Türblatt hindurch ins Innere der Wohnung geflossen sei. Dann habe er diesen Brandbeschleuniger angezündet, so dass Tür und Zarge in Flammen standen und sich in der Wohnung Rauch ausbreitete. Weil die Ex-Freundin und eine Besucherin trotz der nächtlichen Stunde nicht schliefen, bemerkten sie den Brand und löschten ihn mit Wasser. Die Anklage lautet in diesem Fall auf "versuchten Mord und versuchte schwere Brandstiftung".

Zusätzlich wird dem 39-Jährigen vor dem Landgericht "gefährliche Körperverletzung, Freiheitsberaubung und Nötigung" zur Last gelegt. Laut Staatsanwaltschaft hatte er Ende Juni in Langenfeld eine Frau kennengelernt, die zunächst freiwillig in seiner Wohnung übernachtet haben soll. Doch zwei Tage später habe er sie beschuldigt, ihm zwei Waffen sowie Bargeld gestohlen zu haben. Mit Schlägen und einem Fußtritt ins Gesicht soll der Monheimer der Frau Schmerzen zugefügt haben. Danach habe er ihr unter Androhung weiterer Gewalt verboten, seine Wohnung zu verlassen.

Als er selbst kurzzeitig wegging, schloss er nach Angaben der Staatsanwaltschaft die Wohnungstür stets ab und schüchterte die Frau unter anderem mit der Drohung ein, ihr Säure ins Gesicht zu schütten und sie umzubringen, sofern sie um Hilfe rufen sollte. Als sie ihm anbot, in einer nahe gelegenen Pizzeria Geld zu holen, um damit Wodka kaufen zu können, habe er sie für eine Viertelstunde rausgelassen, ihr aber für den Fall einer Strafanzeige angedroht, sie umzubringen. Doch die Frau kehrte nicht mehr zu ihm zurück und wandte sich an die Polizei.

Der Prozess vor der 17. Strafkammer des Düsseldorfer Landgerichts beginnt am Freitag, 15. November, um 9.30 Uhr. Es sind sechs Verhandlungstage angesetzt.

(RP)
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