Monheim: Monheimer Krankenhaus ab sofort geschlossen

Monheim : Monheimer Krankenhaus ab sofort geschlossen

Die Geschäftsführung des Kplus-Verbunds sieht sich gezwungen, den stationären Betrieb des St.-Josef-Krankenhauses vorzeitig einzustellen. Ursprünglich war dies für den 31. August vorgesehen, allerdings unter der Maßgabe, dass eine zuverlässige Rund-um-die-Uhr-Versorgung gewährleistet werden kann.

Medizinische Notfälle werden nur noch bis zum 2. August zwischen 8 und 16 Uhr in der Notfallambulanz behandelt, teilt Wolfram Bannenberg, Mitglied der Geschäftsleitung im Kplus-Verbund, mit. "Auch für uns kam diese Entscheidung plötzlich."

Bereits am Montag hatte die Klinikleitung bekanntgegeben, dass der Betrieb der Notaufnahme nur eingeschränkt gewährleistet werden könne. Darüber hinaus führten zahlreiche Krankmeldungen der Mitarbeiter zu Engpässen in der Personalplanung, die aufgrund der Urlaubszeit nur sehr schwer auszugleichen gewesen seien. Unter diesen Umständen sei eine Aufrechterhaltung des 24-stündigen Krankenhausbetriebs nicht zu verantworten, so Bannenberg weiter. Es befinden sich keine Patienten mehr im Krankenhaus. Die Feuerwehr fährt die Klinik nicht mehr an.

Notfälle können sich noch bis zum Freitag in der kommenden Woche an die Ambulanz wenden. "Auch wenn sich diese Entwicklung bereits abzeichnete, bedauern wir es sehr, dass wir diesen Schritt nun schon früher gehen müssen", erklärt Bannenberg. Mit der Einstellung des Betriebes geht ein langer wirtschaftlicher Kampf um das Monheimer Krankenhaus zu Ende. Nachdem kein neuer Träger gefunden werden konnte, hatte die Geschäftsführung im Mai bekanntgegeben, dass eine Schließung unumgänglich sei. "Wir hatten die Stationen reduzieren müssen. Aus Sicht der Beschäftigten ließ die Motivation immer mehr nach." Die Stimmung sei sehr gedrückt gewesen. Einige der 127 Mitarbeiter, davon viele in Teilzeit, hätten schon eine neue Perspektive gefunden. Doch gerade für ältere Kollegen werde ein Neustart schwierig, bedauert Bannenberg.

(pc)
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