Monheim : Suspendierter Feuerwehrmann: Stadt bleibt hart

Der Monheimer Feuerwehrmann hatte Spenden für die Freiwillige Feuerwehr gesammelt und Quittungen ausgestellt. Allerdings gab es gar keine Grundlage mehr dafür. Die Gemeinnützigkeit war dem Förderverein aberkannt worden. Die Staatsanwaltschaft ermittelt.

Aufatmen kann Monheims suspendierter Feuerwehrmann auch nach der Entscheidung des Verwaltungsgerichts Düsseldorf nicht. Das hatte die Amtsenthebung des stellvertretenden Leiters der Freiwilligen Feuerwehr Monheim aufgehoben. Das sei auf einen Formfehler seitens der Stadt zurückzuführen, kommentierte Bürgermeister Daniel Zimmermann auf RP-Anfrage. Eine Suspendierung müsse nach drei Monaten erneut bestätigt werden. Das habe die Stadt versäumt und sofort nachgeholt.

Der Feuerwehrmann wurde 2016 beurlaubt – und zwar sowohl von seiner Leitungstätigkeit bei der Freiwilligen als auch bei der hauptamtlichen Feuerwehr. Unregelmäßigkeiten beim Spendensammeln als ehrenamtlicher Kassierer des Stadtfeuerwehrverbands hatte die Staatsanwaltschaft auf den Plan gerufen, die laut Zimmermann ihre Ermittlungen noch nicht abgeschlossen hat. Die Stadt strengte ein Disziplinarverfahren an.

Dass der Feuerwehrmann in den Beamtendienst der hauptamtlichen Wache zurückkehren wird, schließt Monheims Bürgermeister weiter aus und denkt an eine Entfernung aus dem Dienst oder eine vorzeitige Ruhestanslösung. Möglich sei es gegebenenfalls noch, dass der Mann als einfaches Mitglied in die Freiwillige Feuerwehr zurückkehren könne.