Monheim Integrationskonzept Integration: Vielfalt positiv bewerten

Monheim · Beim Inklusionstag haben Mitglieder des Integrationsrates und der Stadtverwaltung das Integrationskonzept fortgeschrieben. Neben dem schon seit langem verfolgten Ziel der Chancengerechtigkeit geht es auch um eine allgemeine antirassistische Haltung.

 Beim Inklusionstag wurde über die Inhalte des fortzuschreibenden Integrationskonzept diskutiert: Philine Lissner vom Büro Prasanna Oommen moderierte.

Beim Inklusionstag wurde über die Inhalte des fortzuschreibenden Integrationskonzept diskutiert: Philine Lissner vom Büro Prasanna Oommen moderierte.

Foto: Matzerath, Ralph (rm)/Matzerath, Ralph (rm-)

(seg) Vieles hat die Stadt in den vergangenen Jahren bereits auf den Weg gebracht, um allen Bürgern ungeachtet ihrer Nationalität oder körperlichen Disposition Teilhabe und Chancengleichheit zu ermöglichen. Doch: „Es gibt immer etwas zu verbessern“, sagt Annika Patz, Abteilungsleiterin für Interkulturalität und Städtepartnerschaft. Gemeinsam mit Moderationsbüro Prasanna Oommen haben Mitglieder des Integrationsrates und der Stadtverwaltung das Integrationskonzept fortgeschrieben. Die konkrete Ausarbeitung soll Anfang kommenden Jahres vorgestellt werden. Beim Inklusionstag vergangenen Samstag jedoch kamen die Akteure und Interessierte schon mal in der Kunst- und Musikschule zusammen, um sich über den Sachstand des Konzepts zu informieren und weitere Ideen und Anregungen beizusteuern.

Insgesamt geht es darum, durch Angebote und Austauschmöglichkeiten, den Weg zu einer pluralistischen Stadtgesellschaft zu ebnen. Das könne nur gelingen, wenn Schlüsselpersonen wie Vereinsverantwortliche oder Leader von Glaubensgemeinschaften mit Kontakten zu den verschiedenen Personenkreisen als Multiplikatoren mitwirken. Die Kernziele für Monheim: ein positives Narrativ rund um Vielfalt entwickeln, sich für Chancengerechtigkeit einsetzen, eine allgemeine antirassistische Haltung einnehmen sowie die interdisziplinäre Zusammenarbeit von städtischen Einrichtungen mit zivilgesellschaftlichen Initiativen. Um das zu erreichen, haben die Mitwirkende vier Handlungsfelder ausgemacht, in denen sie tätig werden wollen, um aus Monheim eine offene Stadtgesellschaft zu entwickeln, in der sich jeder mit seinen Eigenheiten einfügen und das Ganze bereichern kann. Es müsse eine Dialogkultur etabliert werden, ein Zusammengehörigkeitsgefühl müsste entstehen. Durch Prävention und Nachsorge wolle man Rassismus und Diskriminierung entgegenwirken. Durch Projekte und Konzepte wie MoKi soll die Bildungsgerechtigkeit, Teilhabe, Sprache und Sprachförderung, etwa durch eine stärkere Gewichtung von Mehrsprachigkeit als wichtige Kompetenz weiter gestärkt werden.

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