Monheim Verein Jazz in Monheim

Monheim : Jazz in Monheim feiert runden Geburtstag

Der Verein, der sich mit „JiM“ abkürzt, wird 20 Jahre alt. Aus diesem Anlass kommen unter anderen die Brüder Wasserfuhr.

Rod Mason in der ehemaligen Monheimer Sparkasse. Das hat ihn begeistert. „Der hat da richtig eingeheizt“, sagt Peter von Jeger (70). Er ist Gründungsmitglied   des Vereins „Jazz in Monheim“ (JiM). Das Konzert habe Willi Bolten, Beate Bugey und ihn so sehr begeistert, „dass wir gesagt haben, wir müssen hier mal was machen.“ Das war im September 1998 im Zollhäuschen. Seit 1999 ist JiM ein eingetragener Verein. Aktueller Vorsitzender ist Hans-Joachim Wegner (70), ehemals Stadtdirektor von Monheim.

Seit 1999 veranstaltet die Gruppe musik- und insbesondere jazzbegeisterter Monheimer regelmäßig Konzerte in der Stadt. Viermal im Jahr gibt es inzwischen „Jazz im Turm“ – im Schelmenturm. Das Neujahrskonzert organisiert JiM ebenso standardmäßig wie das Open-Air-Fest im Deusser-Garten, das immer am ersten Sonntag im Juni startet. Zu Konzerten in Pfannenhof und Zollhof laden die Jazz-Fans außerdem ein. Ob es in diesem Jahr Jazz im Altstadtbiergarten geben wird, ist noch offen, erzählt von Jeger, der aus persönlichen Gründen den Vereinsvorsitz gerade aufgegeben hat.

Dafür steht das Programm zum 20-jährigen Bestehen von JiM. Hierzu hat der Verein Torsten Zwingenberger, das Blue Motion Trio sowie Peter Fessler gebucht. Das Spektrum reicht von Boogie über Swing bis zu klassischem Jazz. „Das freie Spiel der Musiker, die Improvisation ist für mich immer wieder faszinierend“, beschreibt von Jeger, der selbst Gitarre spielt, seine Motivation, sich zu engagieren.

Inzwischen ist die Zahl der Kontakte gewachsen. „Künstler, Bands, Agenturen – sie alle melden sich bei uns. Man kennt sich“, sagt von Jeger. Manchmal entdecke man auch durch Zufall eine Band, die einem gut gefällt und lädt sie ein. „Wir achten allerdings darauf, dass wir nicht in Konkurrenz zu Veranstaltungen etwa in Langenfeld treten“, ergänzt Wegner. Das mache wenig Sinn.

Mit dem neuen Chef der Kulturwerke (Martin Witkowski) und auch mit dem Musiker Achim Tang haben beide bereits Kontakt gehabt und überlegen, was sie als Verein gemeinsam organisieren können. Der Vorstand von JiM begrüßt es, dass die Stadt ihr Engagement in Sachen Musik ausweitet. „Wir müssen schauen, wie wir uns integrieren können“, sagt Wegner, der den angekündigten Projekten mit Spannung entgegen sieht.

Der vergleichsweise kleine Verein – in den besten Zeiten mit 136 Mitgliedern – lebt von Beiträgen, Spenden und manchmal von Eintrittsgeldern. „Für die meisten unserer Konzerte nehmen wir keinen Eintritt. Wir gehen in den Pausen mit dem Hut rum“, so von Jeger. „Nur wenn wir in Kooperation mit den Kulturwerken, früher Marke Monheim, ein Konzert organisieren, nehmen wir Eintritt. Doch der Verein steht finanziell gut da“, erläutert Wegner.

Hauptarbeit des Vorstands ist es, die Kontakte zu pflegen, Anfragen zu beantworten und Verträge zu unterschreiben. Für die passenden Locations sorgen sie auch. „Da kommen einige Stunden zusammen“, sagen sie. Darüber hinaus müsse man immer überlegen, welche Gruppe wie viele Menschen lockt. „Ob wir das Bürgerhaus oder den Pfannenhof mieten, hängt vom erwarteten Publikum ab“, so Wegner. Manchmal gibt es auch Anfragen von der Stadt, ob JiM nicht beim Stadtfest oder etwa im Spiegelzelt dabei sein will. „Das läuft dann nebenher.“ Zu teuer dürfen die Veranstaltungen auch nicht werden. „Deshalb buchen wir meist Künstler aus der Region. Das spart Kosten für Anfahrt und Übernachtung.“

Höhepunkt im Jahreskalender wird voraussichtlich das Konzert am 23. November mit den Brüdern Wasserfuhr werden. Dieses Konzert stemmt der Verein gemeinsam mit den Kulturwerken. „Die Jazzbrüder sind weltbekannt“. Privat haben Wegner und von Jeger gegenläufige Vorlieben. Von Jeger steht eher auf die „Toten Hosen“, während Wegner ein Abo für Klassikonzerte in der Düsseldorfer Tonhalle hat.

JiM lädt jeden ersten und dritten Donnerstag im Monat ab 19 Uhr zum Stammtisch in den Pfannenhof, Turmstraße 2-8, ein.