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Monheim Verdacht auf Bombenblindgänger

Monheim Bombenverdacht : Verdacht auf Bomben-Blindgänger

Die Arbeiten am Unterflurbauwerk für die Geysir-Technik sind zurückgestellt.

(og) Der Bau des Geysirs auf dem Kreisverkehr vor dem Rheinkiesel an der Rheinpromenade hat begonnen. Die Stadt wolle endlich weiterkommen, hieß es dazu aus dem Rathaus. Doch es gibt den begründeten Verdacht, dass auf dem Grundstück vor dem Shellgelände, dort, wo die Technik des Geysirs untergebracht werden soll, noch Bomben liegen.

Das bestätigt die Bezirksregierung. Am 13. Februar, so schreibt Sprecherin Beatrix van Vlodrop, habe die Stadt Monheim die Sondierung von 28 Bohrlöchern beantragt. „In der Datenauswertung wurde in einem Bohrloch in 1,5 Meter Tiefe ein so genanntes Verdachtsmoment festgestellt, bei dem es sich um einen Bombenblindgänger handeln könnte.“ Am 12. März wurde von der Stadt Monheim die Überprüfung des Verdachtsmoments bei der Bezirksregierung Düsseldorf ebenfalls beantragt. Doch die hat in Zeiten der Corona-Krise abgewunken. „Die Aufgrabung an dieser Stelle ist bis auf weiteres ausgesetzt, wenn ein Bombenfund nicht ausgeschlossen werden kann“, lautete die Antwort der Bezirksregierung. „Insofern sind alle Baumaßnahmen, auf die dies zutrifft, blockiert“, sagt van Vlodrop. Sie können erst fortgesetzt werden, nachdem die Untersuchung zu einem späteren Zeitpunkt durchgeführt wurde.

Andreas Apsel, Chef des Tiefbauamts Monheim, sieht das gelassen. Das gelte nur für das Grundstück vor dem Shellgelände, glaubt er. Für den Bau des Rheinkiesels und des Kreisverkehrs habe man entsprechende Untersuchungen durchgeführt, sagt er. Deshalb könne man gefahrlos das Becken für den Geysir auf dem Kreisel installiern.

Grund für die Absage der Bezirksregierung, den potenziellen Bombenfund zu bergen, sind die erheblichen Auswirkungen auf das öffentliche Leben (Evakuierungen, Personalbedarf bei den Gefahrenabwehrbehörden).

Den Kommunen als örtliche Ordnungsbehörden steht es frei, bis auf Weiteres bereits beantragte Kampfmittelüberprüfungen vollständig oder im Einzelfall zurückzustellen.