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Monheim Umbau Opladener Straße

Monheim : Nord-Süd-Spange: Umbau verzögert sich

Die Nord-Süd-Spange soll die Opladener Straße entlasten. Doch noch sind nicht alle Grundstückverträge geschlossen.

Die Opladener Straße ist eine der Hauptverkehrsachsen, die Langenfeld mit Monheim-Süd verbinden. In Verlängerung der Knipprather Straße beginnt sie an den Auf- und Abfahrten zur Autobahn 59, führt unter der Eisenbahnbrücke durch zum Berliner Viertel und zur Innenstadt. Die Straße ist mit 22.000 bis 24.000 Pkw/Tag stark belastet. Staus sind die Folge. Auch um sie zukunftsfähig zu machen, soll sie auf stellenweise vier Spuren ausgebaut werden, die Anschlussstelle A 59 wird erweitert, die Kreuzungen Baumberger Chaussee und Kieswerk ebenfalls. Geplante Kosten für das Mammutprojekt: etwa elf Millionen Euro. Zusätzlich soll die Nord-Süd-Spange Erleichterung bringen.

In einem ersten Schritt werden die Kanäle zwischen Autobahnkreuz und Menk-Gelände erneuert. Diese Arbeiten starten voraussichtlich nach den Sommerferien. „Die Straße bleibt während dieser Bauphase zweispurig“, sagt Tiefbau-Chef Andreas Apsel. Die Arbeiter werden in zwei Kolonnen unterwegs sein und sich abschnittsweise aufeinander zu bewegen. „Bei Bedarf werden Straßenteile verlegt“, erläutert Apsel. Dann werde es im Baustellenbereich Tempo 30 geben. Die Kosten sind mit sechs Millionen Euro eingeplant. Im Herbst sollen die Umbauarbeiten an der Autobahnanschlussstelle beginnen.

„Der vierspurige Straßenausbau der Opladener Straße zwischen Am Kieswerk und Baumberger Chaussee ist noch in der planerischen Vorbereitung“, erläutert Apsel. Wann genau der Startschuss fällt, steht noch nicht fest. Der Ausbau soll sich jedoch direkt an den  Kanalbau anschließen. Das Stück zwischen Autobahnanschlussstelle und Eisenbahnbrücke bleibe allerdings zweispurig, weil das Brückenbauwerk keine Verbreiterung zulässt. „Laut Planer ist das kein Problem“, so Apsel. Es werde kein Nadelöhr entstehen.

Um den Verkehr aktuell zu beschleunigen, hat die Stadt auf Empfehlung eines externen Büros die Ampelschaltung umprogrammiert und die „Grüne Welle“ angepasst, Phasen verändert und die Verknüpfung punktuell herausgenommen, so dass die Ampeln eigenständig auf das Verkehrsaufkommen reagieren können. „Das fließt etwas besser“, so Apsel. „Wir beobachten das und nehmen, wenn nötig, Anpassungen vor.“ So könne das System flexibler etwa auf haltende Fahrzeuge reagieren, die sonst auf der Strecke für Verzögerungen sorgen würden.

Die Nord-Süd-Spange wird allerdings nicht so schnell kommen wie geplant. „Es fehlen noch Grundstücke“, sagt Apsel. Die neue Straße führt auch über private Grundstücke. „Die Verträge stehen jedoch  vor dem Abschluss.“ Darüber hinaus habe die Planung für das Projekt langwierig europaweit ausgeschrieben werden müssen. Nun hat ein Kölner Planungsbüro den Zuschlag bekommen und mit der konkreten Planung begonnen. Bereits in diesem Jahr werde jedoch der für die Anbindung der Spange notwendige Knotenpunkt Kurt-Schumacher-, Erich-Klausener-, Lichtenberger Straße ausgebaut. Die Einmündung Köpenicker Straße/Heide bekommt einen Mini-Kreisel. Der Weg zur Don-Bosco-Kita ist bereits fertig, der Bezug  erfolgt.