1. NRW
  2. Städte
  3. Langenfeld

Monheim tritt bei Stadtwette gegen die Merkur Spielbank​

Stadtwette : Monheim gegen die Merkur Spielbank

Jetzt können die Monheimer zeigen, was in ihnen steckt. Am 12. Juni sind sie aufgerufen, gemeinsam beim Stadtfest auf der Hauptbühne an der Krischerstraße zu singen – natürlich für den guten Zweck.

„Veni, vidi, vici“ schrieb Julius Cäsar am 21. Mai 47 v. Chr. (Julianischer Zeitrechnung) nach erfolgreich bestandener Schlacht bei Zela an seinen Freund Gaius Matius: „Ich kam, ich sah, ich siegte.“ Ein Motto, dass sich nun auch Daniel Zimmermann, Bürgermeister zu Monheim, auf die Fahnen mit Gans und Gänseliesel geschrieben hat. Denn kaum 2000 Jahre nach Cäsars Triumph wird in Monheim am Rhein vom 10. bis 12. Juni das 11. Monheimer Stadtfest gefeiert. Das Motto zur dreitägigen Römersause im Innenstadtbereich lautet dabei, anlässlich der Erhebung des Römerkastells Haus Bürgel zum Teil des Unesco-Weltkulturerbes: „Veni, vide, gaude!“ Frei ins Germanische übersetzt: „Komme, besuche, feiere!“

„Doch wir sind ja nicht allein zum Spaß hier“, mahnt Monheims Bürgermeister Daniel Zimmermann. Denn zum Stadtfest gehört auch die Stadtwette. Und dabei wird‘s ernst. Denn es geht um 3000 Euro. Traditionell mitgefordert sind dann auch die Monheimer. Mit ihrer Hilfe fordert Zimmermann diesmal sogar die Glücksspiel-Profis der neuen Monheimer Merkur Spielbank heraus, die im Herbst in den früheren Räumlichkeiten des Baumberger Bowlingcenters eröffnen wird.

  • Daniel Zimmermann darf jetzt Geld für
    Monheim : Kreis Mettmann billigt Monheimer Haushalt
  • Bürgermeister Daniel Zimmermann und Fabian Tuschewitzki
    Monheim Outdoor-Sport : Fitnessparcours am Knipprather Wald ist eröffnet
  • Bei der Pressekonferenz stellten Intendant Rainer
    Monheimer Triennale : Einzigartige Musik-Projekte für Monheim

Zimmermann wettet, am Sonntag, 12. Juni, um 12 Uhr mit mindestens 400 Stadtfestgästen das Frühlingslied „Alle Vögel sind schon da“ an der Hauptbühne auf der Krischerstraße anzustimmen – und das natürlich, dem Anlass angemessen, auf Latein. „Alle Vögel sind schon da? –Von wegen! Die Monheimer kriegen das nicht hin!“, gibt sich Marco Lippert, Leiter Unternehmenskommunikation der Merkur Spielbanken NRW, hingegen überzeugt. Und auch Knuth Achilles, Projektleiter für die Spielbank Monheim, der derzeit neue Mitarbeiter sucht, um die frisch rekrutierten Kräfte für den künftigen Job in der Monheimer Spielbank zu schulen, ist sich sicher: „So viel Gesangspersonal bekommen die nie.“

„Na klar, das wird kein Selbstläufer“, gibt auch Zimmermann als Chorleiter in spe zu. „Aber ich setze da voll auf die Sangeskraft und Freude unserer Stadtfestgäste. Natürlich kriegen wir das gemeinsam hin.“ Verstärkung hat er sich bereits von den stimmkräftigen Scharen des „Bunten Chors Monheim“ zugesichert, die das Sangesvolk mit ihm von der Bühne aus anleiten werden. 

Verliert also tatsächlich die Bank? Dann geht’s zur Auszahlung an die Stadt. Die 3000 Euro Wettgewinn würde der Bürgermeister diesmal an den Verein „Sag’s“ überweisen, der sich in Langenfeld und Monheim seit vielen Jahren um Beratung und Prävention gegen sexuelle Gewalt an Kindern und Jugendlichen kümmert.

Ein Gewinn, für den es sich also fraglos gemeinsam zu kämpfen und zu singen lohnt, damit Bürgermeister Daniel Zimmermann noch im Juno anno 2022 in Richtung des „Sag’s e.V.“ verkünden kann: „Veni, vidi, vici.“

(cebu)