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Monheim Tag des offenen Denkmals erlaubt Blicke hinter die Fassaden

Heute auch in Monheim : Tag des offenen Denkmals erlaubt Blicke hinter die Fassaden

Am heutigen Sonntag, 12. September, gibt es kostenfreie Aktionen und Führungen – durch Altstadt, Kulturraffinerie oder Mack-Pyramide. Teilweise müssen Besucher sich anmelden.

(og) Welche Geschichten ein Gebäude erzählen kann, zeigt sich oft erst beim Blick hinter die Fassade, möglich am „Tag des offenen Denkmals“, der unter dem Motto   „Schein und Sein - In Geschichte, Architektur und Denkmalpflege“ steht. Am Sonntag, 12. September, öffnen sich von 11 bis 18 Uhr  Türen und Tore. Das teilt die Stadt Monheim mit.

Besichtigt werden können die  Altstadtkirche, die Friedenskirche, die Franz-Böhm-Statue an St. Gereon, die Mack-Pyramide, der Aalschokker und die künftige Kulturraffinerie K714. Um 11 Uhr eröffnet Bürgermeister Daniel Zimmermann den Tag am Schelmenturm, dessen Fassade aufwändig saniert worden ist. Der Stadthistoriker Dr. Alexander Berner und Bauforscherin Dr. Maren Lüpnitz  informieren dort über das Fassadenprogramm in der Altstadt und  denkmalgerechte  Sanierung.  Um 11.30, 13 und 16 Uhr beginnen am Schelmenturm Führungen mit den Mon-Guides. Ab 11.30 steht Oberstudienrat a.D. Peter Buter an der Gedenkstätte für Franz Böhm an der Kirche St. Gereon für Erklärungen und Fragen bereit. Die Friedenskirche in Baumberg ist von 12 bis 15 Uhr geöffnet und kann mitsamt dem Kirchturm besichtigt werden. Zwischen 13 und 17 bietet Bernhard Firneburg, Gastronom des Pfannenhofs, an der Turmstraße stündlich Besichtigungen des Gewölbekellers an. In der Altstadtkirche gibt es um 15 Uhr ein Konzert des Monheimer Bläserkreises und eine Vorführung der historischen Orgel.

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Die Kulturwerke bieten in der Mack-Pyramide um 10 und 11 Uhr und in der zukünftigen Kulturraffinerie K714 um 14 und 15 Uhr Führungen an. Der Künstler Heinz Mack baute 1987 bis 1990 mit dem Architekten Horst Schmitges die Beisel-Pyramide, benannt nach ihrem Bauherrn, der dort seinen Unternehmenssitz errichten ließ. Die alte Fassabfüllhalle entstand nach Plänen des Architekten Walter Furthmann 1914/15. Die schmierölproduzierende Anlage in Monheim, mit Verwaltungs- und Abfüllgebäude, hatte Pioniercharakter und diente als Vorbild für weitere Fabriken dieser Art. Für die Führungen durch beide Denkmäler ist eine Anmeldung bei den Kulturwerken nötig.

Eine Mischung aus musikalischem und informativem Programm gibt es am Aalfischerei-Museum am Baumberger Rheinufer. Die „Fiat Voluntas“ stellt anschaulich die Wohn- und Arbeitsverhältnisse der Rheinfischer in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts dar. Um 15 Uhr berichtet der ehemalige Besitzer und Rheinfischer Wilhelm Wirtz von seiner Zeit auf dem Aalschokker.

Auf Haus Bürgel dreht sich zeitgleich alles um die Themen Römer, Natur und Landwirtschaft. Von 11 bis 17 Uhr gibt es Programm mit naturkundlichen und historischen Führungen, Mitmachaktionen, Planwagenfahrten, Teichsafaris und Ponyreiten. Wegen der Corona-Pandemie müssen Interessierte vor Ihrem Besuch ein Ankunftszeitfenster buchen. Tickets gibt es bei den Monheimer Kulturwerken.