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Monheim Straßen im Neubauviertel werden nach Künstlerinnen benannt.

Monheim Straßennamen im Neubauviertel : Im Pfingsterfeld wird Künstlerinnen-Viertel

Im Kulturausschuss wurde über die Auswahl an Straßennamen diskutiert. CDU ist für alte Flurnamen. Die Stadt präferiert Künstlerinnen.

Die Stadt Monheim hat sich nicht nur in besonderem Maße der kulturellen Bildung verpflichtet, sondern auch der Gleichberechtigung. Deshalb sollen in Anlehnung an das bestehende Künstlerviertel die Straßen und Plätze im Neubauviertel Im Pfingsterfeld allesamt nach Künstlerinnen benannt werden. Dafür wurden sowohl solche Künstlerinnen gewählt, die in ihrer Kunstrichtung eine zentrale Rolle innehatten, als auch solche, die nicht so bekannt sind.

Das Bildhauerinnen-Viertel entsteht im nord-östlich gelegenen Mischgebiet, wo auch handwerkliche Betriebe angesiedelt sein werden. Die Haupterschließung wird zu Ehren der Künstlerin Käthe Kollwitz benannt. Die davon abgehenden Anliegerstraßen erhalten die Namen von Camille Claudel, Barbara Hepworth und Eva Hesse. Im Künstlerinnen-Viertel, dem Wohnviertel im Westen, soll der zentrale Platz zwischen der Schule und der Wohnbebauung Louise Bourgeois gewidmet sein. Die Straßen südlich der Käthe-Kollwitz-Straße sollen Natalja-Gontscharowa-Weg und Gabriele-Münter-Weg heißen. Sie verbindet der blaue Reiter miteinander.

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„Die künstlerischen Qualitäten von Frauen sind früher missachtet worden, ihnen wurde eine akademische Ausbildung verweigert, sie standen im Schatten ihrer Kollegen und wurden von Kritikern kleingeredet“, resümierte Ingo Elsner (Peto) im Kulturausschuss. Seine Partei hätte eine Würdigung alter Flurnamen bevorzugt, sagte Markus Gronauer (CDU). Und kritisierte, dass die Straßennamen in Monheim immer komplizierter würden. Allein, beim Absetzen eines Hilferufes sei auch ein kurzer Straßennamen hilfreich.

Ein zusammenhängendes Malerinnen-Viertel diene auch der Orientierung, sagte Bürgermeister Zimmermann. Außerdem verfolge die Stadt mit den Namen auch einen Bildungsauftrag. Jörg Schwenzfeier Brohm  (Grüne) sagte, er könne sich zwar auch für Flurnamen, den „Permafrost der Sprache“, erwärmen, unterstützte aber, wie die SPD, den pädagogischen Ansatz. „Man soll sich mit den Menschen hinter den Namen auseinandersetzen.“