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Monheim - Städte kämpfen gemeinsam um Greensill-Millionen

Greensill-Pleite : Städte kämpfen gemeinsam um Greensill-Millionen

Insgesamt 17 Kommunen kämpfen jetzt gemeinsam darum, verlorenes Geld aus der Greensill-Pleite zurückzubekommen. Bürgermeister Daniel Zimmermann zeigt sich erfreut, dass es gelungen ist, in kurzer Zeit so viele Kommunen zu vereinen.

(og) Nach einem interkommunalen Abstimmungsprozess haben sich diese dazu entschlossen, die „Eckert Rechtsanwälte Steuerberater Partnerschaftsgesellschaft“ in Hannover in Kooperation mit der Rechtsanwaltskanzlei „Dentons Europe LLP“ in Berlin zu beauftragen, ihre rechtlichen Interessen im laufenden Insolvenzverfahren und den anstehenden Gläubigerversammlungen zu vertreten. Das teilt die Stadt Monheim mit. Daneben gehe es weiter auch darum, den Rechtsrahmen denkbarer Schadensersatzansprüche zu prüfen. Es sei vor allem auch an eine etwaige Haftung von Maklern und Vermittlern zu denken.

Bürgermeister Daniel Zimmermann zeigt sich erfreut, dass es gelungen ist, in kurzer Zeit so viele Kommunen zu vereinen und hofft, im laufenden Insolvenzverfahren doch noch zumindest einen guten Teil des Geldes zu retten. „Besonders positiv sehe ich hier die Rolle von Dr. Rainer Eckert, der durch das Insolvenzgericht in Bremen bereits mit einem Sitz im vorläufigen Gläubigerausschuss berücksichtigt wurde. Auch gibt der Umstand Anlass zu guter Hoffnung, dass Rechtsanwalt Dr. Michael Frege vom Insolvenzgericht in Bremen zum Insolvenzverwalter bestellt wurde.“ Frege gilt als einer der renommiertesten Insolvenzverwalter Deutschlands und konnte im Fall der Insolvenz der deutschen Lehman Brothers Bankhaus AG letztlich die Insolvenzforderungen aller Gläubiger im Ergebnis vollständig bedienen.

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„Klar ist aber auch“, so Zimmermann, „dass hier ein völlig neues und komplexes Verfahren ansteht, das viel Zeit in Anspruch nehmen und uns daher künftig wohl noch einige Geduld abfordern wird.“ Insgesamt hatten die 17 Kommunen 145 Millionen Euro bei Greensill angelegt und verloren.