Monheim Stadt widerspricht Äußerungen der IG Tagespflegekräfte

Monheim · Gegenrede folgt auf Gegenrede: Der Bürgermeister habe keinen Brief aus dem Ministerium erhalten, das waren nur Landtagsabgeordnete der Grünen, sagt die Bereichsleiterin Kinder, Jugend, Familie. Das hatte der Tagesmütterverein behauptet.

 Simone Feldmann widerspricht einigen Darstellungen der IG Kindertagespflege. Die hatte ihrerseits einige Äußerungen der Fachbereichsleiterin für nicht zutreffend dargestellt.

Simone Feldmann widerspricht einigen Darstellungen der IG Kindertagespflege. Die hatte ihrerseits einige Äußerungen der Fachbereichsleiterin für nicht zutreffend dargestellt.

Foto: Matzerath, Ralph (rm-)

Der Stadtrat hat in seiner jüngsten Sitzung den Antrag von Bündnis 90/Die Grünen zum Thema „Bezahlung der laufenden Geldleistung während der Eingewöhnung an Kindertagespflegepersonen“ mit den Stimmen von Peto und von Bürgermeister Daniel Zimmermann abgelehnt. Der zuständige Fachausschuss hatte dem Antrag für eine fallweise Verlängerung der Eingewöhnungszeit auf bis zu acht Wochen zugestimmt. Mit einer Stellungnahme hatte sich die erst kürzlich gegründete „Interessengemeinschaft Kindertagespflege Monheim am Rhein“ an die Rheinische Post gewandt, um die in der Sitzung des Jugendhilfeausschusses getätigten Aussagen des Bürgermeisters und des Fachbereichs „zu widerlegen und die aktuelle Eingewöhnungssituation aus Sicht der Familien und der Kindertagespflegepersonen realistisch darzustellen“.

Jetzt wendet sich die Stadt in einer Mitteilung gegen die Darstellung der Tagespflegekräfte, dass „in einem Brief des Familienministeriums NRW....die aktuelle Regelung zur Eingewöhnungszeit der Stadt Monheim stark kritisiert worden“ sei. „Das ist falsch“, wird Simone Feldmann, Leiterin des Bereichs Kinder, Jugend und Familie zitiert: „Der Bürgermeister hat nie einen Brief des Familienministeriums NRW erhalten.“ Der Verwaltung liege lediglich eine Anfrage von zwei Landtagsabgeordneten von Bündnis 90/Die Grünen vor. Feldmann weist darauf hin, dass die Monheimer Satzung für Kindertagespflege auf Ebene des Landesjugendamts und des Landschaftsverbands Rheinlands allgemein sogar den Status einer Art Mustersatzung genieße.

Als falsch stellt Feldmann auch die Behauptung der Interessengemeinschaft dar, dass 2023 mindestens acht Betreuungsverträge aufgrund der aktuellen 4-Wochen-Regelung beendet worden seien. Selbstverständlich komme es immer wieder zu Beendigungen oder Wechseln in der Kindertagespflege – aus den unterschiedlichsten Gründen. Dies könne allerdings nicht bei acht Kindern auf die 4-Wochen-Regelung zurückgeführt werden. Die IG hatte sich bei ihrer Aussage auf eine Umfrage unter den Monheimer Tagesmüttern berufen, an der sich 46 Prozent der Pflegekräfte beteiligt hatten. Und in Hinblick auf die Ausstattung verweist Feldmann auf den Landeszuschuss von 500 Euro pro Kind. Das könne pro Kindertagespflegeperson einen Zuschuss von bis zu 2500 Euro bedeuten. Auch Umbauten in externen Betreuungsräumen bezuschusse das Land in vierstelliger Höhe.

(elm)
Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort