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Monheim Stadt füllt Stolperstellen auf

Baumberger Chaussee : Stadt füllt Stolperfallen auf

Im Frühjahr 2020 hat Hannelore Baur die Stadt auf die Stolperfalle an der Baumberger Chaussee aufmerksam gemacht. Erfolglos. Im November ist sie dort schwer gestürzt. Jetzt hat der Betriebshof die Stellen aufgefüllt.

Die Stadt hat die Stolperfallen auf dem Geh- und Radweg entlang der Baumberger Chaussee aufgefüllt. Das teilt Bereichsleiter Andreas Apsel mit, „obwohl“, so fügt er hinzu, „dies aus rechtlicher Sicht nicht notwendig gewesen wäre.“ Die Stadt sei ihrer Sicherungspflicht ausreichend nachgekommen. Betriebshofmitarbeiter waren am Dienstag vor Ort und haben eine Wasser-gebundene Wegdecke in die Ausfräsungen gefüllt.

Wie berichtet, war die Monheimerin Hannelore Baur im November über eine dieser, von Laub bedeckten, Stolperstellen gefallen und hatte sich dabei schwer verletzt. Ihre Bitte an die Stadt, diese doch zu beseitigen, blieb zunächst ungehört. Jetzt können Fußgänger dieses Wegstück zwischen Knipprather- und Niederstraße wieder ungefährdet nutzen – zumindest so lange die Füllung hält.

Wasser-gebundene Wegdecken, wie man sie in Parks häufig findet, sind durchlässig. Wenn es regnet, bindet das lose Material ab, erläutert Apsel. Das heißt, es wird fest. Aufgrund der Wasserdurchlässigkeit schont dieses Material die Bäume, trägt sich aufgrund der lockeren Struktur über die Zeit aber auch leichter ab, was auch durch Reinigen/Kehren passieren könne, wie ein RP-Leser angemerkt hat. Einen entsprechenden Hinweis will Apsel an den Betriebshof geben.

Hannelore Baur, die den Stein ins Rollen gebracht hat, ist mit dieser Lösung nicht zufrieden. „Man hätte die Stellen teeren müssen“, findet sie, wie an anderer Stelle auch. Die Stadt müsse sich fragen, wen sie schützen wolle, die Bäume oder die Menschen. Darüber hinaus will sie nach wie vor den Schaden an ihrer Brille bezahlt haben. „Schmerzensgeld möchte ich nicht“, sagt sie. Der Vorgang liegt bei der Versicherung der Stadt, der GVV Kommunalversicherung, die bislang keine juristische Grundlage sieht, den Schaden zu ersetzen, da die Stadt ihrer Sicherungspflicht nachgekommen sei.

Wie ist es zu den Stolperfallen gekommen? Ziel der Stadt war es, die durch hoch gedrückte Wurzeln gefährlich gewordenen Stellen auf dem Geh- und Radweg an der Baumberger Chaussee zu beseitigen, auf dem Stück, das in ihrer Zuständigkeit liegt. „Die Stellen haben wir abgefräst und wieder geschlossen“, erläutert Apsel.

Für den Teil der Baumberger Chaussee, die außerhalb des Bereichs Opladener Straße/Am Kielsgraben liegt, ist noch das Land zuständig, die Autobahn GmbH (ehemals Landesbetrieb Straßen NRW). Die Stadt plant, die Straße komplett zu übernehmen, damit der Bau des Radschnellwegs fortgeführt werden kann. Dieser soll von Hellerhof über Baumberg und die Baumberger Chaussee bis zur Alfred-Nobel-Straße führen.

Derzeit liegt das Thema beim Kreis Mettmann. Denn für das Paket der Straßen, die von einer Landes- in eine Stadtstraße umgewandelt werden sollen, muss ein Ausgleich geschaffen werden. Die Kreisstraße Garather Weg (K 13) bis Hellerhofweg (auch auf Düsseldorfer Gebiet) soll deshalb zur Landesstraße hochgestuft werden.

Straßen, die herabgestuft werden sollen, sind die Berghausener Straße (L 353) ab der Autobahnabfahrt A 59 bis zur Baumberger Chaussee (L 353). Die Baumberger Chaussee soll ebenfalls heruntergesetzt werden – bis zum Kielsgraben (L 353n). Dieser wird mit übernommen bis zur Monheimer Straße (L 293), die wiederum in der Verlängerung der Hauptstraße bis zur Thomasstraße in Baumberg ebenfalls Stadtstraße werden soll.