1. NRW
  2. Städte
  3. Langenfeld

Monheim Stadt baut für 3,45 Millionen Euro neuen Rasenplatz und ein Umkleidengebäude im Rheinstadion

Monheim : Neuer Rasenplatz fürs Rheinstadion

Der 1. FC Monheim hat für seine 25 Mannschaften nicht genügend Umkleiden.

Und wieder liegt der Ball bei der Stadt Monheim. Nachdem die Sportler in Baumberg eine neue Bezirkssportanlage erhalten haben, die Sportgemeinschaft Monheim gerade ihre neue Turnhalle eingeweiht hat und Inter Monheim demnächst ebenfalls einen neuen Kunstrasenplatz bekommt, brachte sich jetzt wieder der 1. FC Monheim ins Spiel. Für insgesamt 3,45 Millionen Euro sollen der Naturrasenplatz saniert, ein neue Tribüne sowie ein neues Gebäude mit Umkleiden errichtet werden. Mit letzterem soll das bisherige Lager-Sammelsurium an Containern und Garagen im Rheinstadion ersetzt werden.

Der Naturrasenplatz aus den 60ern verfüge weder über ein Drainage- noch ein Bewässerungssystem, sei daher nur eingeschränkt nutzbar, erklärt Werner Geser, 1. Vorsitzender des FC. Im Hochwasserfall drängt Qualmwasser unterm Deich hervor, so dass zum Teil Wasser auf der Wiese steht, bestätigt Andreas Apsel, Bereichsleiter Straßen und Kanäle.  Überhaupt laufe auch Regenwasser schlecht ab, so dass der Rasen regelmäßig vermoose, so Geser. Nach den Plänen des von der Stadt beauftragten Gutachterbüros „Geo [3]“ soll der Platz daher um 1,50 Meter angeschüttet werden, so dass er mit dem benachbarten Kunstrasenplatz gleichauf liegt. Er erhält ringsum neue Ballfangzäune, wobei der zum Deich gelegene Zaun zusätzlich mit einem temporären Sichtschutz ausgestattet werden soll. „Die Leute gucken sonst vom Deich aus die Spiele für lau an“, so Geser. Seitdem die 1. Mannschaft in der Oberliga spiele, säßen dort mitunter 200 bis 300 nicht zahlende Gäste. Der Platz soll zudem eine Flutlichtanlage bekommen.

Die vorhandene Tribüne der Marke Eigenbau soll durch eine überdachte Sitz- oder Stehtribüne ersetzt werden. Durch die Spielfeldanhebung ergebe sich die Möglichkeit, darunter einen Lagerraum für Maschinen anzulegen, berichtet Geser. Das neue Funktionsgebäude ist an der Stelle vorgesehen, wo früher einmal Umkleiden standen, südlich des Kleinspielfelds. Die fehlenden Umkleiden seien überhaupt der Auslöser dafür gewesen, warum der Verein auf die Stadt zugegangen sei. „Wir haben 25 Mannschaften und vier Umkleiden“, so Geser. Durch den Ganztag habe sich der Trainingsbetrieb im Tagesablauf nach hinten verschoben und sorge für einen Rückstau bei der Nutzung der Umkleiden. In dem neuen Gebäude sollen daher neben vier Umkleiden mit Dusche auch eine Schiedsrichterumkleide und Vereins- und Lagerräume sowie Außentoiletten für Besucher unterkommen. Dafür werden die Gebäude südlich davon abgerissen.

Keine großen Sorgen macht sich Apsel wegen der auf der Fläche liegenden Altlasten, den Abfällen aus der Rhenania-Raffinerie. „Wir greifen ja nicht in den Boden ein.“ Die Untere Bodenschutzbehörde des Kreises Mettmann hatte erklärt, dass keine Gefahr bestehe, sofern die Abdeckung des Deponats erhalten bleibe und direkter Kontakt vermieden werde. „Lediglich für die Tribüne müssten wir ein bisschen graben“, so Apsel. Anfallender Bodenaushub müsste dann vor der Entsorgung analysiert werden. Bis August 2019 soll der Naturrasenplatz saniert werden, in einem zweiten Bauabschnitt soll das Gebäude möglichst bis zum Saisonbeginn 2020/21 fertiggestellt sein.