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Monheim sperrt ab Dienstag Spielplätze und Restaurants

Am Montag verfügt : Monheim sperrt ab Dienstag Spielplätze und Restaurants

In Monheim sind ab Dienstag Spielplätze gesperrt, außerdem bleiben Restaurants, Kneipen und Spielhallen geschlossen.

Die Stadt hat durch Bürgermeister Daniel Zimmermann eine Allgemeinverfügung erlassen, die weitere Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie im Stadtgebiet ermöglicht.

Nach der bereits erfolgten Schließung von Schulen, Kitas und Tagespflegestellen sowie Kultur-, Sport-, Bildungs- und Freizeiteinrichtungen lässt die Stadt nun zum 17. März auch alle Vergnügungsstätten wie Kneipen und Spielhallen sowie die Spielplätze und Restaurants im Stadtgebiet sperren. Basis bildet ein Erlass der Landesregierung vom 15. März. „Darüber hinaus treffen wir aber auch ergänzende eigene Regelungen“, betont Bürgermeister Zimmermann.

So geht die Stadt beispielsweise bei der Schließung von Restaurants noch einen Schritt weiter, als es der Landeserlass vorschreibt. „Wir wollen unsere Gastronomiebetreibenden damit bei der Beantragung von Kurzarbeitergeld stärken“, betont Bürgermeister Daniel Zimmermann. Die Schließung betrifft nur die Schank- und Speiseräume. Küchen- und Lieferdienste können ausdrücklich aufrecht erhalten bleiben. Mit der Schließung von Restaurants und Spielplätzen soll auch vermieden werden, dass sich diese zu alternativen Versammlungsorten anstelle der bislang bereits geschlossenen Einrichtungen entwickeln.

Für das Rathaus selbst wurde ebenfalls noch einmal weitergeplant. Das Bürgerbüro bleibt zwar – wie angekündigt – montags bis freitags von 9 bis 12 Uhr geöffnet, es werden dort jetzt jedoch nur noch Vorgänge nach vorab erfolgter telefonischer Anmeldung unter 951-312 bearbeitet. Dabei ist die Dringlichkeit der Bearbeitung das entscheidende Kriterium.

Bürgermeister Daniel Zimmermann: „Es gilt für das Rathaus jetzt das, was auch für alle Bürgerinnen und Bürger gilt. Bitte bleiben Sie nach Möglichkeit zuhause und beschränken Sie ihre sozialen Kontakte auf das wirklich Notwendige und ein möglichst kleines Umfeld.“

Alle Monheimer Einkaufszentren liegen unter der kritischen Größe, ab der Shopping-Malls inzwischen geschlossen werden müssen. Rathauscenter und Monheimer Tor bleiben damit zur Versorgung ebenso geöffnet wie das Baumberger Einkaufszentrum. Von verschiebbaren Einkäufen sollte jedoch auch dort abgesehen werden. Der Aufenthalt in der Mall ist nur zum Zwecke des Einkaufs gestattet.

Für die Monheimer Buslinien gilt ab Mittwoch, 18. März, voraussichtlich ein reduzierter Sonderfahrplan. Nähere Informationen dazu werden für Dienstag erwartet, da hier eine Abstimmung mit den Verkehrsverbünden im Umfeld erforderlich ist. Die Linie A01 (Autonomer Bus) wird bis auf weiteres eingestellt.

Die Sitzung des Monheimer Stadtrats am Donnerstag, 19. März, findet statt – wenn auch unter besonderen Vorzeichen. Um die notwendigen Sicherheitsabstände einzuhalten, wird ab 17 Uhr diesmal nur gut die Hälfte der Ratsmitglieder zusammenkommen, so dass Beschlussfähigkeit gewährleistet ist. Die öffentliche Sitzung kann live im Rats-TV mitverfolgt werden. Wer persönlich im Ratssaal dabei sein möchte, muss sich vor Beginn der Sitzung namentlich registrieren lassen – für den Fall, dass bei einer Infektion eine Rückverfolgung notwendig werden sollte.

Die für den 18. März geplante Verlegung weiterer Stolpersteine im Stadtgebiet ist ab-, die Benutzung der Kapelle auf dem Waldfriedhof mit sofortiger Wirkung untergesagt. Die Sitzungen der Fachausschüsse des Rates entfallen.

Die Stadtverwaltung informiert fortlaufend über das aktuelle Geschehen. Die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit bleibt ebenso besetzt wie alle weiteren relevanten Arbeitsbereiche in der Stadtverwaltung. Viele Arbeiten werden von den Beschäftigten inzwischen jedoch vom Home-Office aus erledigt. Eine schriftliche oder telefonische Kontaktaufnahme vor einem Besuch im Rathaus ist daher auch hier unerlässlich.

Für Gesundheitsfragen ist das Kreisgesundheitsamt zuständig. Hier ist eine Service-Nummer unter 02104 99-3535 eingerichtet. Sie ist in der Woche von 8 bis 20 Uhr sowie an den Wochenenden von 10 bis 14 Uhr erreichbar. Eine engere medizinische Beratung oder gar eine Telefondiagnose findet dort jedoch nicht statt. Der Kreis bittet alle Bürgerinnen und Bürger zudem dringend darum, vor einem Anruf zunächst zu überlegen, ob sich Fragen nicht möglicherweise auch schon über andere Quellen, wie die Internetseiten des Robert-Koch-Instituts, der Ministerien für Gesundheit oder Schule sowie der Landes- und Bundesregierung, beantworten lassen. Weitere Informationen vom Kreisgesundheitsamt sowie weiterführende Links gibt es auch auf den Internetseiten des Kreises.

(mei)