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Monheim - Sperriger Rettungsschirm

Kommentar : Sperriger Rettungsschirm

Der kommunale Rettungsschirm, den die Stadt Monheim über ihre Kleinbetriebe halten will, scheint sperrig zu sein. Noch kann er seinen Schutz nicht so recht entfalten. Wenn sich von 3000 gemeldeten Betrieben bislang nur 56  darunter flüchten wollten, spricht das entweder für den gesunden Zustand der Firmen in Monheim oder gegen die Zumutbarkeit der Antragsbedingungen.

„Wer etwas haben will, muss etwas dafür tun“, sagen die einen, die einen Antrag stellen und sich dazu bekennen.  Und: „Ich will nicht so viele Details von mir preisgeben“, sagen diejenigen hinter vorgehaltener Hand, die deshalb keinen stellen wollen. Eine Gratwanderung, die sich auch in der Politik spiegelt. Daniel Zimmermann spannt den Schirm und bekommt über Monheim hinaus öffentliche Anerkennung.  Die Opposition kritisiert die komplexe und umfängliche  Antragstellung. Das Land NRW bietet völlig unkompliziert Soforthilfe an, die zu einem späteren Zeitpunkt geprüft werden soll.

Wer den besseren Weg gewählt hat, das wird sich erst zeigen, wenn die Corona-Krise überstanden ist. Dann wird man sehen, wie viele der Monheimer Kleingeschäfte, Betriebe und  Selbstständigen überlebt haben. Das gilt auch für die Vereine, die noch nicht recht wissen, wie es weitergeht. Für den Anfang haben wenige einen Antrag gestellt.  Doch noch ist Zeit, diese in Ruhe vorzubereiten. Denn die Krise wird auch  Monheim noch eine Weile begleiten.