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Monheim Sonder-Impfaktion in der Ditib-Moschee

Türkei ist Hochrisikogebiet : Sonder-Impfaktion in der Ditib-Moschee

Der Kreisjugendrat will beschließen, eine Sonderimpfaktion am Impfzentrum zu organisieren – für Jugendliche. Er lockt mit kalten Getränken und Würstchen.

Auf Initiative des Integrationszentrums des Kreises Mettmann und vermittelt durch Michael Schindowski, den Kontaktbeamten der Polizei, findet am Samstag, von 10 bis 18 Uhr, eine kostenlose Corona-Impfaktion in der Osman-Gazi-Moschee, Niederstraße 52, statt. Impfberechtigt seien grundsätzlich alle Interessierten ab 16 Jahren – der Wohnort spiele keine Rolle, teilt die Stadt Monheim mit. Für die Impfung müssen ein Lichtbildausweis und, falls vorhanden, der Impfpass mitgebracht werden. Wer keinen Impfpass habe, erhalte vor Ort eine Bescheinigung über die Impfung.

„Vor drei Wochen haben wir von der Aktion erfahren und werben seitdem in unseren WhatsApp-Gruppen, auf Facebook und per Mundpropaganda für eine Impfung“, berichtet Erdogan Akpolat vom Vorstand der Ditib-Gemeinde. Grundsätzlich sei die Akzeptanz bei den älteren Gemeindemitgliedern recht hoch, da hätten auch einige Todesfälle die letzten Zweifler überzeugt. Schwieriger sei es, den Jüngeren, also den unter 30-Jährigen, den Nutzen einer Impfung näher zu bringen. Bei den Kindern sei eben zu beobachten gewesen, dass diese die Infektion entweder gar nicht oder nur leichte Symptome verspürten. Deshalb sei er erleichtert, dass das RKI in dieser Woche nunmehr doch eine Impfung der Zwölf- bis 16-jährigen empfohlen habe.

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Zeitlich ungünstig indes sei, dass die Bundesregierung just am Dienstag die Türkei zu einem Hochrisikogebiet erklärt habe. Es gebe durchaus Gemeindemitglieder, die erst am Dienstag aus dem Heimaturlaub zurückgekehrt seien und jetzt wegen der angeordneten Quarantäne nicht an der Impfaktion teilnehmen könnten. Überhaupt seien viele Urlauber erst am Wochenende aus der Türkei heimgekehrt.

Am Samstag wird der Impfstoff von Biontech verabreicht. Wie viele Impfdosen zur Verfügung stehen, weiß Akpolat nicht. Etwaige medizinische Fragen würden von einem Impfarzt beantwortet, die Ditib-Gemeinde stelle denjenigen, die Sprachprobleme haben, einen Dolmetscher zur Seite. Die zweite Impfung ist am 11. September.

Nach Informationen der Kreisbehörde machen Reiserückkehrer ganz allgemein derzeit zwei Drittel der Neuinfektionen aus. Indes laufen auch die Planungen für mobile Impfteams an den Schulen, teilt ihr Sprecher Fabian Reitzer mit. Es seien bereits alle Berufskollegs und weiterführende Schulen angeschrieben und diese Möglichkeit angeboten worden. Darüber hinaus biete der Kreis im Impfzentrum bereits seit mehreren Wochen Impfungen für zwölf- bis 15-jährige Jugendliche an. In der Regel seien mittwochs, freitags und sonntags Kinderärzte anwesend, die das Beratungsgespräch führen. Der Kreisjugendrat plane dazu in seiner nächsten Sitzung zu beschließen, eine Sonderimpfaktion am Impfzentrum zu organisieren. Dort will der Jugendrat an geimpfte Jugendliche kostenlos anti-alkoholische Cocktails, Getränke sowie Bratwurst verteilen.