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Monheim: Soll die Stadt Hochwasseropfern helfen?

Solidarität und Hilfe : Soll die Stadt Monheim Hochwasseropfern helfen?

Die Stadt Monheim hat überlegt, ein Spendenkonto für die Hochwasseropfer einzurichten, diesen Vorschlag jedoch wieder verworfen, weil es bereits vom Bund, vom Land NRW und vielen weiteren Stellen entsprechende Spendenkonten gibt.

Hans-Peter Anstatt, der früher als Integrationsbeauftragter in der Stadtverwaltung tätig war, ärgert sich, dass die reiche Stadt Monheim sich nicht für die Hochwasseropfer an der Ahr einsetze. „Können wir in Monheim noch in aller Ruhe zum Sun-Downer an der Shell-Halle sitzen, dekadent die ungewöhnliche Farbe des Rheins und sein Treibgut betrachten, den Geysir sprudeln lassen, die Kirmes und die Monheimer Altstadt genießen, die Blümchen mit Wasser begießen, 38 Millionen Euro verlieren, ohne dass man erkennen kann, ob und wie sich die Stadt gegenüber dem Hochwasser engagiert?“, fragt er. 

Und er hakt weiter nach:  „Warum sind nicht längst die Fahrzeuge, die hier Blumen gießen, als Wassertransporter im Ahrtal oder an anderer Stelle im Einsatz?“  Wenigstens übers Wochenende könnte der Betriebshof einen solchen Hilfseinsatz starten.

Hans-Peter Anstatt sagt, er habe den zuständigen Fachbereichsleiter Andreas Apsel diesbezüglich angeschrieben. Der ehemalige Verwaltungsmitarbeiter glaubt, dass sich  bestimmt Freiwillige fänden, die mit anpacken würden. Auch er wäre dann dabei, sagt Anstatt, der sich wünscht, die Stadt hätte sich engagiert und damit solidarisch gezeigt. „Auch wenn es nur ein kleiner Beitrag gewesen wäre.“

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Nobert Jakobs, Sprecher der Stadtverwaltung Monheim, sagt auf Anfrage, man habe intern darüber diskutiert, ein Spendenkonto für die Hochwasseropfer einzurichten, diesen Vorschlag jedoch wieder verworfen, weil es bereits vom Bund, vom Land NRW und vielen weiteren Stellen entsprechende Spendenkonten gebe.

 Die Monheimer Feuerwehr sei an den Tagen mit anhaltenden Regenfällen überall im Umland im Einsatz gewesen, so in Langenfeld, Leichlingen, Erkrath und Solingen. Mehr sei nicht möglich gewesen. „Die Helfer waren am Limit“, sagt Norbert Jakobs.

(pc)