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Monheim Rat lehnt FDP-Antrag für Rheinufertunnel ab

Monheim Rheinpromenade : Rheinufertunnel findet keine Mehrheit

Eine Untertunnelung der Rheinpromenade vom Kreisverkehr Kielsgraben – entweder bis zum Wasserspielplatz oder zum Schiffsanleger: Das klingt nach einem neuen millionenschweren Prestigeprojekt für Monheim, das einmal mehr Maß an der Landeshauptstadt Düsseldorf nimmt.

Die Idee stammt aber diesmal nicht von Bürgermeister Daniel Zimmermann, sondern der FDP, die sich mit diesem Prüfantrag in die Diskussion um eine Neugestaltung der Rheinpromenade einbrachte. Um es vorweg zu nehmen: Alle Fraktionen im Rat – außer der FDP – lehnen einen Tunnel ab. Zimmermann riet davon ab, diese Variante prüfen zu lassen, weil der Millionenaufwand in keinem Verhältnis zum tatsächlichen Verkehrsaufkommen stünde. „Das ist ja keine vierspurige Schnellstraße dort, Fußgänger können dort leicht die Straße queren.” Außerdem wären die Anschlüsse, etwa an den Monberg, zu problematisch.

Lukas Risse (Peto) lehnte dies als zu „massiven Eingriff” ab, zumal die Rheinnähe eine besondere Herausforderung an den Grundwasserschutz stellen würde. Allein die notwendige Rampenlänge wäre schwer zu handeln, mahnte auch Manfred Poell (Grüne) an.

Auch der FDP-Antrag, die Rheinuferpromenade in einem Teilabschnitt dauerhaft für den motorisierten Verkehr zu sperren, fand keine Mehrheit. Poell schlug stattdessen eine temporäre Sperrung am Wochenende vor. „Im Moment boxt da am Wochenende der Bär”, sagte er. Außerdem brachte er mit dem Antrag, dort generell Tempo 30 einzuführen, eine neue Variante ins Spiel. Und da ja mit der Freischaltung des Forums Mitdenken ohnehin der Ideenwettbewerb eröffnet war, schlug er auch noch vor, auf der Rheinseite eine Brücke zu installieren – ähnlich wie an den Rheinterrassen – um Fuß- und Radverkehr zu trennen – ohne dass jemand auf den Rheinblick verzichten müsste. Zimmermann erinnerte daran, dass ja die beauftragten Büros Ideen entwickeln sollten. Deshalb riet er davon ab, im Vorhinein zu viele Details festzulegen.

Markus Gronauer (CDU) kann sich allenfalls eine temporäre Sperrung der Rheinuferstraße für Veranstaltungen vorstellen. „Das ist eine der beiden Verkehrsadern zwischen den Stadtteilen, wir wollen auf keine der beiden verzichten”, erklärte er. Dieser Sicht schloss sich Lukas Risse (Peto) an: „In den Sommermonaten könnte man an bestimmten Tagen über eine teilweise Sperrung nachdenken – die Voraussetzungen dafür sollten aber erst nach dem Umbau geschaffen werden.” Am Ende stimmte der Rat – auf Antrag des Bürgermeisters – dafür, den Geltungsbereich für die Mehrfachbeauftragung bis zum Kreisverkehr Kielsgraben einschließlich des Wanderparkplatzes zu erweitern. Außerdem soll die Untere Straßenverkehrsbehörde bei der Stadt prüfen, ob die Einführung einer Tempo 30-Zone den Leitlinien entsprechen würde. Eingespeist in das Verfahren wird auch der FDP-Antrag, zumindest eine teilweise Sperrung der Straße an den Wochenenden zu prüfen.