Interview Ursula Blass „Es ist gut, das Verzichten zu lernen“

Langenfeld/Monheim · Wie erfolgreich ist es, Kinder sechs Wochen lang zur Medien-Abstinenz zu zwingen? Ursula Blass rät zu einer Politik der kleinen Schritte, um den Medienkonsum zu begrenzen. Dabei sollten sich Eltern ihrer Vorbildrolle bewusst sein.

 Ursula Blass leitet die Erziehungsberatungsstelle Monheim.

Ursula Blass leitet die Erziehungsberatungsstelle Monheim.

Foto: Matzerath, Ralph (rm-)

Die sechs Wochen zwischen 22. Februar und 8. April können eine besondere Zeit sein, eine Zeit des freiwilligen Verzichts, des Fastens. Auch für Kinder, die gerade heute Gefahr laufen, zu viel Zeit mit modernen Medien zuzubringen. Eben mal schnell für sechs Wochen das Handy oder die Spielkonsole zu verbieten, wäre für manche Eltern sicher ein Wunschtraum, macht aber offenbar keinen Sinn. So zumindest sieht es die Psychologin und Leiterin der Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche in Monheim, Ursula Blass. Wir fragten nach, wann und in welchem Ausmaß das Fasten für Kinder und Jugendliche Sinn macht.