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Monheim : Politik fasst Baubeschluss für drei weitere Kitas

Politik bringt Baubeschluss auf den Weg : Monheim baut drei neue Kindertagesstätten

Anfang 2022 solle der neue Kita-Bedarfsplan mit aktuellen Zahlen vorliegen. Weitere Einrichtungen werden dann folgen, versprach Bürgermeister Daniel Zimmermann (Peto).

Die Politiker im Ausschuss für Bau und Liegenschaften fassten jetzt die Baubeschlüsse für drei neue Kindertagesstätten in Monheim. Eine davon wird nur temporär in Betrieb gehen und dient als Übergangslösung, bis die Einrichtung im Pfingsterfeld (Zaunswinkel) im August 2024 an den Start geht. Dafür werden an der Oranienburger Straße Container aufgestellt, die mit bunter Farbe aufgepeppt werden sollen.

Ein naturnahes Konzept verfolgt hingegen die zweigeschossige Bauernhof-Kita, die bis 2025 im Kirberger Hof entstehen wird. Alle Gruppen ermöglichen eine Betreuung für unter Dreijährige. Die Außenfassade bleibt nach Möglichkeit erhalten, jedoch werden große Fenster eingefügt. Mit den derzeitigen Neubauprojekten sind aber immer noch nicht alle Kinder versorgt. Weitere Einrichtungen werden deshalb folgen, versprach Bürgermeister Daniel Zimmermann (Peto). Anfang 2022 solle der neue Kita-Bedarfsplan mit aktuellen Zahlen vorliegen.

Stieß das Konzept für die Anlage auf dem ehemaligen Baumberger Hofgelände, die laut Hans-Joachim Hamacher „auch den Denkmalschutz berücksichtigt“, auf ungeteilte Zustimmung in der Politik, gab es bei den beiden anderen Einrichtungen Kritik.

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Die wurde insbesondere bei der Container-Kita an der Oranienburger Straße laut. Die Ausschreibung werde laut Hamacher gerade erstellt. Im Juli 2022 sei die eingeschossige Anlage hinter der Wilhelm-Busch-Schule fertig. Kosten: 2,4 Millionen Euro. „Ein Wahnsinnspreis für eine so kurze Zeit“, befand Michael Nagy (CDU). Seine Fraktion würde für den Übergang lieber einen kleinen Betrag in die Einrichtung an der Krummstraße investieren, bis die neue Kita im Pfingsterfeld fertig sei. Die CDU lehnte den Baubeschluss deshalb ab.

Andy Eggert (Peto) sagte, es handele sich keineswegs um eine minderwertige Unterbringung. Das Geld sei „gut angelegt“. Eine Betreuung von jeweils zwei Gruppen in den bisherigen Einrichtungen an der Krummstraße und im Pfarrer-Franz-Boehm-Haus sei bald nicht mehr möglich, da diese „nicht mehr zur Verfügung“ stehen. Norbert Friedrich (SPD) sieht hingegen keinen vernünftigen Grund, warum der Betrieb an der Krummstraße eingestellt wird. Auch die SPD war gegen die Container. Bürgermeister Zimmermann erläuterte, man habe keine Genehmigung für eine U3-Betreuung an der Krummstraße. Außerdem ließe sich die Sanierung nicht im laufenden Betrieb angehen. Und in die Container könnten zusätzlich die Kinder aus dem Franz-Boehm-Haus einziehen. Außerdem wolle man die Mietlösung für die Container mit einer Kaufoption verbinden. Diese könnten für weitere Übergangslösungen in der Zukunft in Frage kommen. Bei vier Gegenstimmen wurde der Baubeschluss angenommen.

Die sechsgruppige Einrichtung im Pfingsterfeld bekommt ein Flachdach, die Fassade ist teilweise mit Holz verkleidet. Erhard Weber (Grüne) kritisierte, dass keine Photovoltaik-Anlage vorgesehen sei. Die kann nachträglich installiert werden, konterte Ingo Elsner (Peto). Das Dach werde begrünt. Zimmermann führte aus, man habe mit der Mega eine Kartierung vorbereitet, auf welchen Dächern sich Photovoltaik-Anlagen errichten ließen. Da bei Schulen und Kitas kein hoher Eigenverbrauch gegeben sei, hätten Gebäude, bei denen es sich lohne, Vorrang. Der Baubeschluss fiel mehrheitlich.