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Monheim Platanenhöfe: An der Vereinsstraße werden 61 Wohnungen gebaut.

Monheim : „Platanenhöfe“: Wohnen für jedes Alter

Am Dienstag begann der Abriss der Häuserzeile an der Vereinnstraße. Die WSG baut dort jetzt die „Platanenhöfe“, 61 barrierefreie Wohnungen, die über Aufzüge erschlossen und zum Teil rollstuhlgerecht sind.

Am Dienstag haben sie selber den Hammer in die Hand genommen, um damit symbolisch den Abriss des 50er Jahre Baus an der Vereinsstraße (Hausnummern 10-20) zu vollziehen: WSG-Geschäftsführer Gisbert Schwarzhoff, der Aufsichtsratsvorsitzende Bernhard Greßmeyer und Bürgermeister Daniel Zimmermann. An dem Standort sollen in 18 Monaten Bauzeit die „Platanenhöfe“  entstehen, ein viergeschossiges Gebäude mit 61 Wohnungen.

Nachdem der Altbestand, ein langezogener Gebäuderiegel an der Einmündung in die Mittelstraße, bereits entkernt worden ist, fangen jetzt in Abrissarbeiten an. „In zwei Wochen ist er weg“, sagt Schwarzhoff. Erst habe sich die Ausschreibung für den Neubau schwierig gestaltet, aber jetzt seien alle Gewerke „unter Dach und Fach“.  Es werde also trotz der Corona-Krise keine Abstriche beim „gewohnt hohen WSG-Qualitätsstandard“ geben, versichert er.

Der Neubau wird sich über einer Tiefgarage mit 36 Stellplätzen erheben. Neu im Konzept sind die Ladestationen für Elektroautos. „Die Nachfrage ist zwar noch moderat, aber wir als Vermieter machen jetzt einfach mal den Anfang – wer soll es sonst machen?“, sagt Schwarzhoff. Über einen Vertrag mit den Düsseldorfer Stadtwerken kann die WSG ihren Mietern „grünen“ Strom anbieten. Zu dem Paket „energieeffizient und klimaneutral“ trägt auch die Photovoltaikanage bei.

„Platanenhöfe“ ist kein der Wirklichkeit entbehrender Werbeslogan, sondern bezieht sich auf den Altbestand an Platanen im Innenhof der Anlage, die sich auch über den Altbestand der WSG am Gartzenweg erstreckt. Dort hatte das Unternehmen  in den Jahren  2018/19  37 Wohnungen modernisiert. Die Miete rangiert heute zwischen  5,50 und 10,50 Euro/Quadratmeter. „Der Innenhof mäandert zwischen den Häuserreihen wie der Rhein, der erste Abschnitt ist schon fertig“, erklärt der WSG-Geschäftsführer.

Als Alternative zum herkömmlichen Flachdach plant die WSG auf dem Neubau einen Dachgarten, der für das abendliche Ausspannen oder für gemeinsame Veranstaltungen genutzt werden könne. „Wir wissen noch nicht, wie so etwas angenommen wird,“ so Schwarzhoff. Hochbeete sollen ältere Bewohner zum rückenschonenden Gärtnern animieren. Überhaupt  sollen die Wohneinheiten alle barrierefrei sein, einige sogar rollstuhlgerecht. Alle Wohnungen sind über Aufzüge erschlossen.

Der Komplex ist aber damit auch sehr familienfreundlich, zumal die WSG dort in Abstimmung mit der Kommune auch eine Kindertagespflegestelle für bis zu neun Kinder unterbringen will. Sie kümmert sich auch um einen potenziellen Betreiber. „Wir haben sogar schon einen Vertrag geschlossen“, so Schwarzhoff.

Mit der Vermietung der neuen Immobilie beginnt die WSG, sobald die Bauarbeiten in vollem Gange sind. „Über die Nachfrage mache ich mir keine Sorge“, so Schwarzhoff. Die Grundmiete soll bei immerhin 11 Euro/Quadratmeter liegen. Nicht nur ein Hausmeister wird sein Büro vor Ort haben, das Haus wird sogar eine eigene Paketstation beherbergen. Die Fassaden sollen wahrscheinlich sandfarben verklinkert werden.