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Monheim : Marienburgpark: Bürger legen Bienenweide an

Die Bewohner des Insektenhotels bekommen neue Pflanzen zum Bestäuben.

Jörg Baade greift zum Spaten. Rund um das große Insektenhotel im Marienburgpark werden neue Pflanzen für die fleißigen Insekten eingesetzt. Seit 44 Jahren schon ist Baade Mitglied im Naturschutzbund (Nabu) und freut sich, dass die Bürger an der Pflege der Natur Monheims beteiligt werden. Sich um die Natur zu kümmern ist für ihn selbst ein großes Hobby.

Zur Vorbereitung der Bienenweide hat die Stadtverwaltung schon einmal die Erde aufgelockert, damit die interessierten Bürgerinnen und Bürger nur noch die Löcher graben müssen, um die Pflanzen einzusetzen. Geleitet wird die Aktion vom städtischen Gärtnermeister Pascal Kaudewitz und dem Leiter der Monheimer Nabu-Ortsgruppe, Dr. Heinfried Grote. Die Idee entstand aus einer Diskussion in einem lokalen Mitmach-Forum, wo sich Monheimer unter anderem über insektenfreundliche Bepflanzungen ausgetauscht haben. Auf der Plattform können Bürger ihre Ideen für die Zukunft der Stadt veröffentlichen.

Ab dem nächsten Frühjahr dürfen sich Bienen und Insekten über neue Kräuter und Pflanzen wie Lavendel, Salbei oder Kamille freuen. Kaudewitz erklärt, diese seien pflegeleicht und stellten viele Nährstoffe für die kleinen Tierchen bereit. Außerdem seien sie gut geeignet, die Insekten mit ihrem Nektar anzulocken. Die Rosen, die zuvor um das Insektenhotel bepflanzt waren, seien an Pilzerkrankungen eingegangen. „Die alten Pflanzen wurden leider von Rosenrost und Mehltau befallen. Eventuell wurden die Krankheiten durch die Hitze begünstigt“, erläutert Kaudewitz.

Zwei Bürger halfen am Donnerstag, den Pflanzenbestand zu vergrößern. „Ich habe mir zwar mehr Beteiligung gewünscht, kann aber verstehen, dass zu der Uhrzeit nicht viele kommen konnten“, erklärt Baade. Schließlich war es 13 Uhr. Der Naturschützer findet es wichtig, die Bürgerinnen und Bürger mit in die städtischen Projekte einzubeziehen.

Mit angepackt hat auch Imker Detlev Garn. Er ist der Initiator des Wildbienenhotels im Marienburgpark und gehört auch der Nabu-Ortsgruppe in Monheim an. Garn sagt, dass man die Insekten wieder ab März um das Hotel und das blühende Grün herum beobachten könne. Das Hotel sei dabei wie ein Statussymbol für Wildbienen. Da diese keine Waben bauen oder Honig produzieren würden, seien Nisthilfen enorm wichtig für den Schutz dieser Wildbienenarten. Um das große Insektenhotel bauen zu können, hatte die Monheimer Bürgerstiftung „Minsche vür Minsche“ einen Teil der Spende gesponsert.

Im Februar werde von der Stadt noch einmal nachgepflanzt, um den Lebensraum der fleißigen Bienchen auszubauen, sagt Kaudewitz. Zur Pflanzung neuen Grüns eigneten sich meistens die Monate zwischen Oktober und Februar. Im Winter sei die Pflege der Pflanzen deutlich leichter. Zum Abschluss bedankte sich Dr. Heinfried Grote im Namen des Nabu bei der Stadt Monheim für die Unterstützung bei der Pflanzaktion.