1. NRW
  2. Städte
  3. Langenfeld

Monheim Peto beschließt mehrheitlich Marina-Pläne

Monheims Hafenpläne : Peto beschließt Hafen-Pläne mit „maritimer Meile“

Nach Bürgern und Schülern hatten nun erneut die Politiker das Wort, sich zu den Marinaplänen für den Greisbachsee zu positionieren.

Dabei spart die Opposition nicht an Kritik. Die Peto als Mehrheits- und Bürgermeisterpartei verteidigt die Pläne und setzt sie durch. Im Ausschuss für Klimaschutz, Stadtplanung und Verkehr ist das Votum jetzt eindeutig pro Marina gefallen. Geplant wird  die Hafen-Variante 1, das Planfeststellungsverfahren soll angestoßen werden.

Die Varianten zwei (Hafen direkt am Rhein im Landschaftsschutzgebiet) und drei (Greisbachsee ohne Marina, nur Sport- und Freizeitnutzung), die von der Verwaltung beschlussgemäß vorgestellt werden, haben sich nicht durchgesetzt. die Varainate 1 nimmt Jens Mallwitz ins Visier: Dass man laut Gutachten die Marina wirtschaftlich betreiben könne, sei die eine Sache. Aber die 40 Millionen Euro teure Ausgangsinvestition würde dadurch nicht wieder reinkommen, kritisiert der Grüne. Alternative Nutzungen würden darüber hinaus zu kurz kommen, wenn die Liegeplätze in dem kleinen See erst einmal da wären. Außerdem kann er nicht nachvollziehen, dass etwa eine Badenutzung mehr Lärm verursachen solle (laut Gutachten) als eine Marina. Auch das potenziell entstehende maritime Flair kann er sich in und um den  See so nicht so recht vorstellen.

  • 140 Schüler haben in der Aula
    RP-Aktion Debattenkultur in Monheim : Schüler debattieren über die Marina
  • So soll die Südansicht der neuen
    Politik bringt Baubeschluss auf den Weg : Monheim baut drei neue Kindertagesstätten
  • So soll die Bürolandschaft für die
    Moderne Verwaltung : Monheim setzt auf innovative Büros

Markus Gronauer von der CDU  bestätigt und ergänzt die Kritik  der Grünen. Die jetzt vorgeschlagene Brückenlösung sei  ohne Schleuse  naturgemäß günstiger. Aber dennoch: „Wir wollen es nicht.“ Gronauer zweifelt den Bedarf für Monheim  an. Für die SPD kritisierte Abdelmalek Bouzarah die Variante 1, die starken Eingriffe in die Natur und setzt auf das Planfeststellungsverfahren. „Das Projekt lässt sich nicht refinanzieren“, sagt er.   Außerdem zweifelt er die Kostenschätzung an. Ein minimal überschlagener Wert. Das wird teurer als 40 Millionen Euro.“

Ingo Elsner hält für die Peto dagegen. Er wirbt dafür, zumindest den Planungsweg für die Marina mitzugehen. Die Kosten rechfertigt er damit, dass sie keinen konsumptiven, sondern  investiven Charakter haben.