Monheim OHG-Schüler gewinnen Roboter-Contest

Schule : OHG-Schüler gewinnen Roboter-Contest

Mit zwei selbstgebauten Lego-Robotern fahren die Monheimer Gymnasiasten nun zum Deutschlandfinale nach Stuttgart.

So richtig scheinen Leonard und Linus ihren großen Erfolg noch nicht richtig begriffen zu haben, fast ein wenig schüchtern präsentieren die beiden Achtklässler den erfolgreichen Roboter, der den ersten Platz beim regionalen WRO (World Robot Olympiad) gewonnen hat: ein reichlich kompliziert aussehendes Konstrukt aus Legosteinen.

„Wir hatten die Aufgabe, den Roboter so zu entwickeln, dass er unterschiedlich farbige, aber baugleiche Leogolampen nach Vorgaben von einem Feld in ein anderes transportiert und das in einer speziellen Zeit“, erklärt Linus und stellt das kleine Fahrzeug auf das vorgegebene Spielfeld – eine Art Matte, die allen Teilnehmern des Wettbewerbes vom austragenden Verein „Technik begeistert“ zu Beginn des laufenden Schulhalbjahres zugesandt wurde.

In Kleingruppen haben die Schüler, darunter ein Mädchen, verschiedenste Modelle entwickelt. Es durften unterschiedlichste Sensoren und Motoren verwendet werden, es wurde Woche für Woche in den AG-Stunden getüftelt, geprüft, verworfen, neu programmiert. „So, jetzt müsste es eigentlich funktionieren“, sagt Leonard und ist hochkonzentriert, denn nun möchte er vorführen, wie exakt und genau der Roboter seine Aufgabe erfüllt. „Er soll jetzt einen gelben Leogostein greifen, auf seiner vorgegeben Spur bleiben und hinten in dem gelben Feld wieder genau an der Markierung abstellen.“ 

„Wir arbeiten hier mit Lichtsensoren“, ergänzt Linus und hofft, dass der Vorführeffekt ihnen keinen Strich durch die Rechnung macht. Das Legogefährt setzt sich in Bewegung, nimmt den Stein hoch, greift ihn, aber in einem falschen Winkel. „Das ist uns beim Wettbewerb auch passiert“, erklärt Leonnard ein wenig verärgert, „aber wir hatten drei Versuche und beim dritten hat es super geklappt.“ Immerhin 90 von 205 Punkten konnten die Monheimer erreichen und damit den ersten und mit einer etwas geringeren Punktzahl den zweiten Platz belegen. „Das ist ein super Wert“, sagt Jaouad El Jerroudi, Lehrer und Betreuer der AG. „Viel mehr kann man da auf unserem Niveau tatsächlich nicht erreichen.“ Er freut sich sehr über den Ehrgeiz und das Engagement. Wie auch sein Kollege Kai Zelgert: „Sie haben wirklich alles alleine erarbeitet, wir haben höchstens mal beratend zu Seite gestanden, Und genau das wurde auch beim Wettbewerb überwacht. Wir durften kein einziges Wort mit den Schülern wechseln, damit die Jury auch klar erkennen konnte, dass die Roboter nicht das Werk irgendwelcher gestandener IT-Spezialisten sind, sondern tatsächlich von den Kindern entwickelt wurden.“

Linus und Leonard geben nicht auf, sie drehen am Roboter, verstellen kleinste Teile, arbeiten konzentriert am Tablet, dann starten die beiden 13-Jährigen einen erneuten Versuch, und diesmal klappt es: Der Gewinnerroboter erledigt seine Aufgabe mit Bravour. Die Gymnasiasten strahlen erleichtert und freuen sich auf ihre Reise nach Schwäbisch-Gmünd am 25./26. Juni zum Deutschlandfinale. „Ich bin jetzt schon total aufgeregt“, sagt Linus, „ich habe an dem Wochenende auch noch Geburtstag.“ Daher wäre eine weitere Qualifikation- zum Weltfinale im November in Gyor (Ungarn) natürlich doppelt schön. Jaouad El Jerroudi lacht. „Das wäre Wahnsinn! Aber da sind wir noch lange nicht, und die Konkurrenz wird immer stärker.  Aber natürlich werden alle alles geben, wie immer.“

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