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Monheim Neue Kita am Monbagsee kostet 4,5 Mio Euro.

Monheim : Neue Kita entsteht am Monbag-See

4,9 Millionen kostet die künftige Kindertagesstätte an der Karl-Heinz-Stockhausen-Straße. Sie wird ein naturnah gestaltetes Außengelände bieten.

Nach der Devise kurze Beine, kurze Wege könnte der Standort nicht besser gewählt sein. Direkt neben der Neubausiedlung, die das Langenfelder Bauunternehmen Paeschke am Monbagsee – auf dem ehemaligen Menk-Firmengelände – baut, soll ein neuer Kindergarten entstehen. Das 4,9 Millionen teure Projekt ist eine von sechs neuen Einrichtungen, die der Rat im März 2018 beschlossen hatte, um den wachsenden Bedarf an Kita-Plätzen zu decken.

Das zweistöckige Gebäude mit der Adresse Karl-Heinz-Stockhausen-Straße bietet Platz für fünf Gruppen, einen Beratungsraum für ein Familienzentrum und einen Mehrzweckraum, der sich durch eine faltbare Trennwand zum (Spiel-)Flur öffnen lässt, so dass ein großer Raum entsteht. Jedes Modul besteht aus dem eigentlichen Gruppenraum, einem Nebenraum, einem Rückzugsraum fürs Mittagsschläfchen und einer Sanitäreinheit. So ist das Raumkonzept theoretisch für eine U3-Betreuung geeignet. Alle Gruppenräume sind nach Süden ausgerichtet, die zwei im Obergeschoss führen zu einem umlaufenden Balkon, der über eine Treppe mit dem Außengelände verbunden ist. „Diese dient auch als Rettungsweg im Brandfall“, erklärt der Architekt Michael Nagy. Sein Düsseldorfer Büro, bns-Architekten, hat auch den Auftrag, die drei Kitas am Düsselweg (neben dem Sojus 7), im Kirberger Hof und Auf dem Maiskamp zu bauen. Anders als die von Nagy entworfenen Holz-Kitas am Mona Mare, an der Benrather und Bregenzer Straße  wird diese Kita in Massivbauweise errichtet. „Bei zweigeschossigen Häusern ist der Anspruch an den Brandschutz höher, das wäre zu aufwändig“, so der Monheimer.

Der Architekt hat versucht, aus der Not, wegen der geringen Grundfläche in die Höhe bauen zu müssen, gestalterischen Nutzen zu ziehen: So ist das Erd- vom Obergeschoss nicht durch eine durchgehende Decke getrennt, sondern lässt durch große Öffnungen über dem Mehrzweckraum zu, dass die Kinder von unten nach oben und umgekehrt Sichtverbindungen halten können. „Sonst würden die Gruppen oben und unten nichts miteinander zu tun haben“, sagt Nagy. Außerdem könnte man so von dem oberen Spielflur ein Kletter- oder Spielelement über zwei Ebenen einbauen. „Beispielsweise eine Rutsche. Das gibt es bereits an der Robert-Koch-Straße, das hat sich dort bewährt“, sagt Nagy.

Und weil das naturnah gestaltete Außengelände der Don Bosco-Kita am Mona Mare bei den Erzieherinnen auf so viel Begeisterung stieß, soll auch hier das Gelände leicht modelliert und das Wegesystem als organische Form in die Spielelandschaft eingefügt werden. „Die Spielgeräte sollen aus Holz gefertigt sein, außerdem gibt es einen Bachlauf mit Matschsee“, betont Nagy.

Darüber hinaus hat der Architekt vorgeschlagen, auch die Dachterrasse als Spielort nutzbar zu machen. Das erfordert natürlich eine umlaufende Absturzsicherung.

In der neuen Kita ist auch schon die im aktuellen Kindergartenbedarfsplan erhöhte Gruppenzahl berücksichtigt.