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Monheim Monheimer hilft Firmen beim Klimaschutz

Monheim Start-up : Monheimer hilft Firmen beim Klimaschutz

Maximilian Winkler hat mit seinem Start-up „Klima.Metrix“ einen Algorithmus entwickelt, der den CO²-Fußabdruck berechnet.

Auch wenn er zuletzt nicht mehr im Mittelpunkt der politischen Debatten stand – der Klimawandel mit all seinen dramatischen Folgen geht natürlich weiter. Nachlassen gilt also nicht – auch nicht für die Unternehmen. Doch Klimabilanzen sind oft mit Kosten und Personal verbunden, wie Maximilian Winkler berichtet: „Entweder man holt sich einen Nachhaltigkeitsberater, der aber gerade für kleinere Firmen teuer ist, oder muss selbst komplizierte Rechnungen anstellen“, erklärt der 25-jährige Monheimer.

Gemeinsam mit Nadine Michalske hatte er im Jahr 2016 das Unternehmen „Piloteers“ aus der Taufe gehoben, das digitale Geschäftsmodelle für Gründer entwickelt. Auch die digitale Mailbox „CAYA“ ging auf das Konto des jungen Unternehmers, der nach eigener Aussage schon im Kindesalter mit dem Programmieren begann. Die Frage nach der eigenen Klimabilanz lieferte den Anstoß für ein weiteres Start-Up: „Klima.Metrix“ heißt es – und hat seit seinem Anfängen im Jahr 2019 bereits einen zweistelligen Kundenkreis unter Konzernen und Mittelständlern angesammelt. Die Kernidee des Betriebs: Einen Weg zu finden, mittels einer „Software as a service“, der die Berechnung aller Klimadaten – und damit letztlich auch die Verminderung von Treibhausgasen – vereinfacht.

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Die Technologie nutzt alle Unternehmensdaten, von Standorten bis zu möglichen Tochtergesellschaften. Klima.Metrix greife auf Standards wie das „Greenhouse Gas Protocol“ oder die ISO 14064 zurück, heißt es vom Unternehmen, das seinen Sitz in Berlin und eine Betriebsstätte in Monheim hat. „Der Ausgangspunkt ist immer die Buchhaltung“, sagt Winkler. Binnen weniger Tage, auch in Abhängigkeit von ihrer Größe, haben die Kunden ihr Ergebnis – und können das auch mit den Standards vergleichen. „So zeigt sich, in welchen Bereichen eine Firma im Vergleich zu den Wettbewerbern in einer Branche im Hinblick auf ihren ökologischen Fußabdruck gut oder weniger gut aufgestellt ist“, erklärt Winkler. Die Software könne man selbst bedienen, in unklaren Fällen stehe das Team des Start-Up-Unternehmens beratend zur Verfügung. „Dax-Unternehmen brauchen eine besonders große Aufmerksamkeit“, erzählt Winkler.

Logistik-Betriebe gehören inzwischen ebenso zu den Kunden von Klima.Metrix wie Lebensmittelhersteller oder Finanzinstitute. Gerade letztere seien beim Thema sogar Kerntreiber, betont der Monheimer Unternehmer, der sein Duales Studium der Elektrotechnik zugunsten seiner vielseitigen unternehmerischen Aktivitäten zurückstellte.

„Wir haben derzeit einen großen Vorsprung“, sagt er mit einem Anflug von Stolz mit Blick auf mögliche Mitbewerber – und formuliert selbstbewusst das Ziel für die Zukunft: „Wir wollen die Standardlösung im Hinblick auf die Berechnung des CO2-Fußabdrucks sein.“