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Monheim Monheim unterstützt Sag’s jetzt mit 68.000 Euro

Beratungsstelle : Monheim unterstützt Sag’s jetzt mit 68.000 Euro

Im Ausschuss für Inklusion, Soziales und Ordnung wurde der Zuschuss jetzt um 28.000 Euro erhöht und beschlossen. Damit wird vor allem die Beratung vor Ort finanziert.

(og) Der Jugendhilfeausschuss der Stadt Monheim hat den Zuschuss für Sag’s  auf 68.000 Euro erhöht. Damit kann die Langenfelder Beratungsstelle für Kinder und Jugendliche, die Opfer sexualisierter Gewalt geworden  sind, ihre Arbeit ausweiten. 

Der Verein, so erläutert Simone Feldmann, Bereichsleiterin Jugend, Schule und Sport in Monheim, wolle die Kooperation mit Monheim  ausweiten. Darüber hinaus sei geplant, die Öffentlichkeitsarbeit zu erweitern,  um für das Thema zu sensibilisieren. Auch die Digitalisierung der Beratung wolle der Verein vorantreiben.

Seit 2013  unterstützt die Stadt Monheim den Verein Sag’s mit 40.000 Euro im Jahr.   Die Stadt Langenfeld gibt 92.000 Euro und vom Land kommen Fördermittel in Höhe von 56.000. Dennoch reicht das nicht aus, um die Kosten zu decken. Allein die Fach-Personalkosten des Vereins liegen bei 210.000 Euro im Jahr.  Die Lücke muss der Verein durch Spenden ausgleichen.  Dabei hat er prominente Unterstützung des Langenfelder Lions-Clubs. Auch Ex-Bürgermeister Magnus Staehler wirbt um Spenden für den Verein.

Mit dem zusätzlichen Geld aus Monheim will Sag’s  zum einen das Angebot in Monheim aufrecht erhalten und zum anderen vor Ort beraten. Aktuell gibt es Projekte an der Peter-Ustinov-Gesamt-Schule, der Hermann-Gmeiner-Grundschule sowie im Förderzentrum-Süd. Darüber hinaus bestehen Kooperationen mit dem Moki-Café, dem Baumberger Turn- und Sport-Club (BTSC)  sowie mit dem Kinderschutzbeauftragten der Stadt Monheim, erläutert die Sag’s-Vorisitzende Cornelia Schuischel in ihrem Antrag an die Stadt.

Im Jugendhilfe-Ausschuss ist der Beschluss einstimmig gefallen. Jetzt müssen noch der Monheimer Haupt- und Finanzausschuss (3. Dezember) und der Rat (16. Dezember) der Empfehlung folgen. „Wir würden uns sehr freuen, wenn das durchgeht“, sagt  Schuischel. Es sei enorm wichtig, Betroffenen zu zeigen, es gibt Menschen, die glauben ihnen und können helfen. Denn sexualisierte Gewalt sei häufig mit Geheimhaltungsdruck, Scham und Schuld besetzt.

In Monheim ist die Kooperation der Stadt mit Sag’s Teil der Kinderschutzinitiative „Qualitätssiegel: Gemeinsam aktiv für Rechte von Kindern und Jugendlichen“.