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Monheim Monheim Triennale verschoben

Monheim : Stadt verschiebt Monheim Triennale auf 2021

Ursache für die Absage sind die Unwägbarkeiten rund um die Corona-Pandemie. Bereits gekaufte Tickets behalten ihre Gültigkeit.

Gerade erst hat Intendant Reiner Michalke das Programm für die erste Ausgabe der Monheim Triennale vorgestellt, ein Programm, bei dem „Künstler und ihr Schaffensprozess im Vordergrund stehen“, das international besetzt ist und ebensolche Aufmerksamkeit erfahren soll. Jetzt muss er das Festival verschieben. Aus Verantwortung gegenüber den internationalen Besuchern, Künstlern und aufgrund der Unwägbarkeiten angesichts der Corona-Pandemie haben Bürgermeister Daniel Zimmermann (Vorsitzender des Aufsichtsrates der Monheimer Musikfestival GmbH) und der Intendant der Monheim Triennale beschlossen, den Start der Monheim Triennale um ein Jahr nach hinten zu verschieben. Ab dann soll es wie geplant alle drei Jahre eine Triennale am Rhein geben.

„Wir müssen der Tatsache Rechnung tragen, dass die Monheim Triennale ein Ereignis ist, zu dem wir Gäste aus der ganzen Welt erwarten. Wir können nicht riskieren, dass Teile der Gäste aufgrund von Reisebeschränkungen und den Auswirkungen der Pandemie auf einzelne Länder von einer Teilnahme an der Triennale faktisch ausgeschlossen sein werden“, begründet Zimmermann die Entscheidung. „Aus diesem Grund halten wir es für richtig, frühzeitig für Klarheit zu sorgen und Planungssicherheit für das kommende Jahr zu schaffen.“ Reiner Michalke ergänzt: „Das Festspiel-Format der Triennale ermöglicht uns, den Zyklus um ein Jahr zu verschieben, ohne eine Absage verkünden zu müssen. Gleichzeitig können wir damit allen Mitwirkenden eine terminliche Perspektive bieten und einen finanziellen Ausgleich sicherstellen.“

Neuer Termin der ersten Ausgabe der Monheim Triennale ist der 1.bis 4. Juli 2021. Das Prinzip bleibt: „Wir werden uns bemühen, möglichst viele der eingeladenen Künstlern auch 2021 nach Monheim zu bringen und mit ihnen einmalige Projekte zu entwickeln“, so Michalke.

Swantje Lichtenstein, Reiner Michalke und Daniel Zimmermann (v. li.) haben das Programm der Triennale im März vorgestellt. Foto: Matzerath, Ralph (rm)/Matzerath, Ralph (rm-)

Achim Tang, der eigens zur Vorbereitung der Monheim Triennale als „Artist in Residence“ eingestellt worden ist, kann bleiben. „Ich versuche zurzeit auf allen kontaktfreien Kanälen, Projekte anzubieten, die nicht nur zu konsumieren, sondern auch interaktiv zu gestalten sind“, sagt er. Gerade hat er gemeinsam mit Musiklehrern ein Kompositionsspiel entwickelt, an dem sich viele beteiligen können. Die Ergebnisse werden gemischt und sollen auf Radio Rakete gesendet werden. Auch eine Gedichtewerkstatt hat er angezettelt. „Ich lasse mir die Texte schicken, vertone sie und diskutiere mit den Autoren darüber.“

Im Juli dieses Jahres sollte die Vorpremiere für das dann 2023 offiziell startende große Musikevent sein – in Teilen in der Kulturraffinerie K 714, wo die Sanierungsarbeiten dann vorübergehend ausgesetzt worden wären. „Viele Künstler haben bereits etwas vorbereitet“, sagt Achim Tang. „Wir wollen versuchen, ihre Arbeit ins nächste Jahr zu retten, damit sie nicht umsonst gearbeitet haben.“

Alle bisher verkauften Karten – die Stadt hatte eigens ein Kontingent mit reduzierten Karten für Monheimer angeboten – behalten ihre Gültigkeit. Auf Wunsch wird der Kaufpreis erstattet. Tickets können in den bekannten Vorverkaufsstellen nach deren Wiedereröffnung zurückgegeben werden.

Die Plakate, die der griechische Grafikkünstler Vasilis Marmatakis gestaltet hat, werden mit dem Hinweis auf das geänderte Datum weiterhin genutzt werden können, sagt Martin Witkowski, Chef der Kulturwerke GmbH.

Er bedauert, dass das Festival ausfallen muss. „Aber auch wir wissen nicht, wann wir wieder Programm im klassischen Sinn, mit Begegnungen machen können“, sagt er. Denn er geht davon aus, dass das Versammlungsverbot als Schutz vor Infektionen mit dem Coronavirus Covid-19 auch noch nach dem 19. April gelten wird.