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Monheim Langenfeld Matthias Kupka komponiert Ode an die Helfer

Corona-Krise : Rockmusiker komponiert Ode an die Helfer

Ärzte, Pfleger, Feuerwehrleute und auch Supermarktkassierer stehen im Mittelpunkt des Liedes „Helden der Gesellschaft“. Aufgenommen und mit einem Video versehen hat es der Monheimer Matthias Kupka.

Beim Anschauen mancher Einsendungen habe er einen Kloß im Hals gehabt, sagt Matthias Kupka: „Das ging mir schon sehr nahe.“ Der Monheimer Sänger und Gitarrist sichtete zuletzt zahlreiche Fotos und Kurzvideos von Sanitätern, Feuerwehrleuten, Krankenpflegern, Ärzten, Apothekern, Polizisten und Kassierern – kurzum von all jenen, die das öffentliche Leben am Laufen halten, anderen helfen und denen es in Corona-Zeiten nicht vergönnt ist, sich ins „Home Office“ zurückzuziehen.

Über die sozialen Netzwerke hatte er Vertreter dieser systemerhaltenden Berufe dazu aufgefordert, Bildmaterial einzusenden – mit großer Resonanz: Allein aus der Facebook-Gruppe „Monheimer Urgesteine“ meldeten sich rund 70 Interessenten. Aktionsteilnehmer gab es aber deutschlandweit. Sogar österreichische Bundespolizisten schickten ihm Fotos. Wer sich genau hinter dem Aufruf verbarg, ließ der Initiator zunächst im Dunkeln: „Ich wollte ihnen die Überraschung nicht nehmen“, erzählt Kupka.

Die Bilder und kurzen Clips sind nun in ein collageartiges Musikvideo eingeflossen. „Ich habe es gerade fertig geschnitten und ins Internet eingestellt“, erzählt der Musiker. Das dazugehörige Lied über die „Helden der Gesellschaft“ schrieb er folgerichtig auch selbst. „Es ist mir einfach eine Herzensangelegenheit, danke zu sagen“, betont Kupka, dessen Schwiegermutter in einem Neurozentrum arbeitet. Schon länger trage er sich mit dem Gedanken, diese Berufsgruppen, die in der Popkultur eher selten Würdigung finden, besonders zu ehren. Und so heißt es in seinem Text auch „Nur durch Euch scheint noch ein Licht, ich bedanke mich!“ Ein Hamburger Kollege steuerte den Gesang zu einer der Strophen bei, alles andere spielte Kupka selbst ein – von der Gitarre über den Bass bis zum Schlagzeug. Veröffentlicht hat er das Lied jetzt unter dem Projektnahmen „Sinnestäter“. Auf dem Cover zu sehen ist – passenderweise – die Schwarz-Weiß-Aufnahme eines Sanitäters mit Funkgerät in der Tasche, der, zum Einsatz bereit, seine Dienstjacke aus dem Spind holt.

„Im Moment singen ja viele über Corona, aber es gibt keinen wirklich rockigen Titel“, erklärt Kupka, der in seiner Zunft zu den Vertretern eher rauerer Klänge zählt: In den 90er Jahren hatte er in Monheim die „Melodic-Death-Metal“-Band „Still it cries“ gegründet. Außerdem gehört er zur Besetzung der Gruppe „Emergency Gate“. Er betreibt eine eigene Plattenfirma „MaxiworX“ mit Studio in Düsseldorf-Hellerhof. Der Erlös seiner Corona-Hymne soll zur Dankesbotschaft passen, wie Matthias Kupka betont: „Damit will ich auf jeden Fall einen guten Zweck unterstützen.“ Und das Interesse an seinem Projekt überwältigte den Urheber laut eigener Aussage: Innerhalb weniger Stunden hatten 35.000 Besucher auf Facebook das Video gesehen und 1000-mal geteilt. Beim Anschauen mancher Einsendungen habe er Gänsehaut bekommen, gesteht Matthias Kupka: „Das geht mir schon sehr nahe.“

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