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Monheim Landesbetrieb baut Flutmulde aus

Monheim : Landesbetrieb baut Flutmulde aus

Im Rheinbogen wird neuer Raum für Hochwasser geschaffen. Dafür werden ab 15. August auch Wirtschaftswege gesperrt.

Die Vorbereitungsarbeiten für den Ausbau der Flutmulde im Rheinbogen haben begonnen. Der Weg parallel zum Rhein ist zum Teil schon gesperrt. Gebaut wird aktuell eine Ausweichbucht für Lastwagen, die ab dem 15. August die Erde abtransportieren sollen, die aus der Mulde gebaggert wird – immerhin rund 19.000 Kubikmeter. Auch sind Landschaftsgärtner schon damit beschäftigt, die über den Wegen hängenden Zweige zurück zuschneiden, damit sie nicht abgerissen werden, wenn die großen Fahrzeuge über die Wirtschaftswege fahren. Kleinere Bäume und Büsche sind eingezäunt. Kurven werden vorübergehend zu Schleppkurven aufgeweitet und befestigt, damit die Lastwagen kein Land zerstören. „Alles, was wir hier im Vorfeld der Bauarbeiten verändern, werden wir anschließend wieder zurückbauen“, sagt Projektleiter Marcel Kern vom Landesbetrieb Straßen NRW.

Seit 2016 ist der neue Retensionsraum im Rheinbogen in Planung, konkret seit 2018 „Wir haben frühzeitig mit den Eigentümern der Flächen gesprochen, damit der Rasen kurz gehalten wird und wir jetzt sicher gehen können, dass während der Arbeiten keine Vögel darin brüten“, sagt Kern. Das würde den Ausbau verzögern. Eine ökologische Begleitung sei präventiv immer wieder in die Planung einbezogen worden.

Am 15. August sollen jetzt die Arbeiten an der eigentliche Flutmulde beginnen. Dazu hat der Landesbetrieb einen Rundweg ausgearbeitet, der die Baustellenfahrzeuge in eine Richtung führt. Nur auf einem kleinen Stück werden sie sich  begegnen. Deshalb wird die Ausweichbucht gebaut. Es gilt: Vollbeladene Lkw haben Vorfahrt.

„Ursprünglich wollten wir über die Allee zur Baustelle rollen, die vom Go-Kart-Verleih Richtung Rhein führt“, erläutert Kern. Doch angesichts der gut besuchten Freizeitangebote sowie dem Schutzstatus der Allee habe man davon Abstand genommen. „Die Stadt hat uns eine Strecke über Wirtschaftswege vorgeschlagen. Die soll genutzt werden. Die Zufahrt ist jetzt von der City aus gesehen hinter dem Spielplatz vom Weg „In den Kämpen“. Dort werden die Lkw Richtung Baustelle einfahren. Heraus geht es über einen anderen Weg ein Stück weiter Richtung Hitdorf auf die Bleer Straße. Das Ende der Arbeiten ist für den 30. September vorgesehen. „Das ist sportlich, aber machbar“, sagt der Projektleiter.

Die Flutmulde, die auch heute schon gut erkennbar vom Rhein aus gesehen vor dem Deich liegt (bei Stromkilometer 712,5) wird verbreitert. „Den Oberboden nehmen wir weg und lagern ihn. Der wird später auf das abgeflachte Erdreich wieder aufgetragen. Das ist mit den Eigentümern so abgesprochen“, erläutert Kern. Eigentümer sind die Bayer AG und ein Ökolandwirt. Letzterer lege Wert darauf, dass er ungedüngten Boden wieder auf sein Feld zurückbekommt.

Infotafeln werden Reiter, Radler und Spaziergänger auf die Sperrungen aufmerksam machen. Denn während der gesamten sechs Wochen sind die Wirtschaftswege nicht öffentlich zu nutzen.

Die Sperrung soll voraussichtlich Anfang Oktober, nach dem Rückbau der Veränderungen oder anderer Ausbesserungsarbeiten, wieder aufgehoben werden.