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Monheim Kulturraffinerie K 714 öffnet am Sonntag

Monheim : Schüler treten in der Kulturraffinerie auf

Mit einem Tag der offenen Tür eröffnen die Kulturwerke einen Blick auf das, was kommt. Auch Schüler des Gymnasiums präsentieren sich dort.

Die Streicher klingen zart, das Klavier schlägt leise Töne an. Ein Trommelwirbel setzt langsam ein, steigert sich bis zu einem lauten Crescendo. So oder auch so ähnlich wird das Konzert klingen, das zehn Schüler des Otto-Hahn-Gymnasiums am Sonntag beim Tag der offenen Tür in der Kulturraffinerie K 714 aufführen werden.

Der Musikpädagoge Achim Tang und Musiklehrerin Natalie Hüskens proben im Rahmen der Projektwoche seit Dienstag für den Auftritt. Die Schüler sitzen in einem Halbkreis  auf Stühlen. In ihrer Mitte befindet sich eine ungewöhnliche Form der Notenschrift.  Das Modell aus verschiedenen Gegenständen soll die Einsätze der verschiedenen Instrumente anzeigen, wobei unterschiedlich große und bunte  Holzkreise für  die einzelnen Instrumente stehen. Ein Buch – als Pausenzeichen – unterbricht den Spielfluss.

Das besondere Orchester setzt sich aus Schülern verschiedener Jahrgänge zusammen. Viele haben musikalische Erfahrung, spielen aber nicht unbedingt das Instrument, das sie gelernt haben. Zum Beispiel Isra Özaslan. Sie hat Klavierunterricht bekommen. Jetzt, in diesem Orchester auf Zeit, sitzt sie hinter dem Cello. „Das macht Spaß“, sagt sie begeistert und streicht vorsichtig über die Saiten. „So viel Spaß, dass ich überlegt habe, auch noch Cello zu lernen.“

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Achim Tang freut sich über diese Begeisterung. „Damit ist ein Ziel des Projektes schon erreicht“, sagt er. „Wichtig ist, dass jeder etwas ausprobieren  kann und sich das auch traut.  Dadurch entwickelt sich etwas.“ Lydia Parnell-Ballesteros findet es ganz spannend, zu improvisieren. Außerdem mag sie das Miteinander in der Gruppe und dass sich die Geschichte eines jeden Einzelnen musikalisch widerspiegelt. „Die Melodie erzählt eine Geschichte, die jeder im Herz oder im Kopf trägt“, sagt Annamaria Reeb.

So wie sich die Geschichten ändern, wird sich auch das Stück entwickeln. „Was genau wir aufführen, steht deshalb noch nicht fest“, sagt Achim Tang. Am Freitag sei Generalprobe in den hohen Hallen der Kulturraffinerie. Am Sonntag werden die Schüler während des Tages der offenen Tür dann mehrmals ihr kurzen Improvisationen präsentieren.

Die Kulturwerke Monheim feiern an dem Tag den Abschluss der Saison 2018/19. Gemeinsam mit der Monheim Triennale gibt der Kulturveranstalter einen Einblick in die kreative Welt. Besucher  haben nicht nur die Gelegenheit, die ehemalige Fassabfüllhalle von innen zu sehen, sondern diese auch als  besondere Inszenierung zu erleben. In den fünf Hallen des Kulturdenkmals wird es  zum ersten Mal  eine  Auswahl  an Musik, Tanz, Figurentheater, Workshop-Ensembles und Installation geben, kündigt der Veranstalter an. In jeder einzelnen Halle erwarte Kulturfreunde ein neuer Eindruck. Neben selbstgebauten Instrumenten und Maltischen finden Besucher ein familienfreundliches Cateringangebot.

 Die Kulturraffinerie K 714 öffnet am Sonntag von 11 bis 17 Uhr. Der Eingang befindet sich hinter dem Gebäude, an der Rheinparkallee.