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Monheim: Künstler gestaltet Außenaltar von St. Gereon neu

Heilige Messen in Monheim : Künstler gestaltet Außenaltar von St. Gereon neu

Da verschiedene Methoden und Techniken, den Altar zu säubern, keinen Erfolg brachten, kam im Pfarrgemeinderat die Idee auf, den Altar durch Graffiti zu verschönern und gleichzeitig mit einer Schutzschicht zu versehen.

Der Außenaltar vor St. Gereon erstrahlt seit einiger Zeit im neuen Glanz. Er wurde auf Initiative des Pfarrgemeinderates (PGR) von St. Gereon und Dionysius von dem Krefelder Graffiti-Künstler Jaroslaw Masztalerz neu gestaltet. Seit Pfingsten 2020 bot die Katholische Kirchengemeinde aufgrund der Corona-Pandemie und den damit verbundenen Einschränkungen des Gottesdienstbesuches Open-Air-Gottesdienste auf dem Vorplatz der Kirche St. Gereon an. Dadurch war es möglich, dass mehr Gläubige an den Heiligen Messen teilnehmen konnten als in den Kirchen selbst. Gleichzeitig wurde dadurch der steinerne Außenaltar mehr in den Blickpunkt gerückt als bisher, teilt Markus Jöbstl, Vorsitzender des Pfarrgemeinderates mit. 

Allerdings sei der Altar im Laufe der Jahre von Patina angegriffen worden und darüber hinaus von Unbekannten mit zahllosen Schmierereien versehen worden. Eine würdige Heilige Messe habe an diesem verschmutzten Altar nicht mehr gefeiert werden können. Selbst mit Altardecken und Blumenschmuck habe man dies nicht verdecken können. „Da auch verschiedene Methoden und Techniken, den Altar zu säubern, keinen Erfolg brachten, kam im Pfarrgemeinderat die Idee auf, den Altar durch Graffiti zu verschönern und gleichzeitig mit einer Schutzschicht zu versehen“, berichtet Markus Jöbstl. Er habe mit dem Graffiti-Künstler Jaroslaw Masztalerz, der in Monheim aufgewachsen und dort zur Firmung gegangen ist, Kontakt aufgenommen. Der habe auch spontan zugesagt, den Altar entsprechend künstlerisch zu gestalten.

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In der zweiten Oktoberwoche hat sich der Künstler ans Werk gemacht und dem Altar zu neuem Glanz verholfen. Die Pfarrgemeinde hofft nun, dass der Altar von künftigen Schmierereien verschont bleibt und damit wieder würdevolle Gottesdienste an ihm unter freiem Himmel gefeiert werden können. Jaroslaw Masztalerz wurde  1984 in Wroclaw (Polen) geboren. Mit seinen Eltern und seiner älteren Schwester ist er 1989 nach Monheim gekommen. Nach dem Besuch der Lotten-Grundschule ging er bis zu seinem Abitur auf die Gesamtschule Monheim.  Nach seinem Zivildienst in der Küche in einem Altersheim fing er ein Lehramtstudium der Physik und Kunstgeschichte in Wuppertal an. Später hat er Kommunikationsdesign in Krefeld studiert. Seit 2010 war er in Agenturen als Freiberufler tätig, bis er 2017 gemeinsam mit Alex Weigandt die Agentur „Tubuku“ gründete. Seitdem ist der mittlerweile 36-Jährige im ganzen Land unterwegs, um Gebäuden neuen Glanz zu verleihen. Rein nach dem Motto „Gib der Welt Farbe und sie sieht nicht mehr Schwarz“. Mehr zum Künstler findet man unter: www.tubuku.de.

(pc)