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Monheim Kioskbetreiber handelt mit Drogen und unterhält kleine Cannnabis-Plantage.

Monheim Rauschgift-Kriminalität : Kiosk hatte auch Drogen im Sortiment

Bei einer Durchsuchung von Haus und Garten der Kioskbetreiber stieß die Polizei auf eine kleine Cannabisplantage im Gewächshaus. Anlass hatte eine Kontrolle von Drogenkonsumenten zur Bekämpfung von Rauschgiftkriminalität gegeben.

Die Polizei hat in Monheim eine kleine Cannabis-Plantage ausgehoben. Im Zuge eines Anti-Drogen-Einsatzes am Freitag wurden zwei mutmaßliche Dealer festgenommen. Die beiden hatten in ihrem Kiosk offenbar nicht nur Zigaretten und Süßigkeiten verkauft, sondern auch Haschisch.

Aufmerksame Anwohner hatten die Polizei am Freitag auf den mutmaßlichen Drogenkonsum von Jugendlichen und jungen Leuten hingewiesen, die sich zwischen der Monheimer Altstadt und dem Landschaftspark Rheinbogen aufhielten. Daraufhin wurde der Polizeiliche Sonderdienst der Kreispolizeibehörde entsandt, um in diesem Abschnitt der Rheinfront Streife zu gehen und in diesem Rahmen auch anlassbezogene Personenkontrollen zur Bekämpfung der Rauschgiftkriminalität vorzunehmen. „Diese besonders ausgerüstete und ausgebildete Einheit wird bei Kontrollen und Durchsuchungen mit erhöhtem Gefährdungspotenzial kreisweit eingesetzt“, erläutert Behördensprecherin Julia Lappert. Insgesamt kontrollierten die Polizeibeamten dabei zwischen 14.30 Uhr und 21 Uhr zehn Personen wegen des Verdachtes des illegalen Drogenhandels. Sie fanden dabei bei einem jungen Mann geringe Mengen Drogen, die sie anschließend sicherstellten.

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Im Rahmen des Einsatzes erhielten die Polizeibeamten jedoch auch Kenntnis über einen angeblichen Drogenhandel, der aus einem Kiosk heraus organisiert werde. Als sie daraufhin den Kiosk sowie das angeschlossene Wohnhaus kontrollierten, wurden die Polizisten der Polizeilichen Sonderdienste dann auch tatsächlich fündig: Bei der Durchsuchung stießen sie im Garten des Hauses auf ein etwa acht Quadratmeter großes Gewächshaus. Darin waren rund ein Dutzend Cannabispflanzen angezüchtet worden, die bereits zwei Meter hoch waren. In dem Kiosk stellten die Beamten zudem ein griffbereites Messer in Nähe der Kasse sicher.

Für das Betreiberpaar des Kiosks hat der Fund nun Konsequenzen: Die Polizei leitete ein Strafverfahren wegen des Verdachts des illegalen Handels von Betäubungsmitteln sowie des illegalen Anbaus von Cannabis ein. Die Beschuldigten wurden vorläufig festgenommen und mussten die Beamten zur Polizeiwache begleiten, wo sie vernommen und erkennungsdienstlich behandelt wurden. Nachdem all diese Maßnahmen abgeschlossen waren, durften sie die Wache wieder verlassen. Angaben zum genauen Ort des Kiosks machte die Pressestelle nicht.