Monheim Hundesteuer um 27 Prozent gesenkt

Monheim : Stadt Monheim senkt Hundesteuer deutlich

Die Stadt liegt an 16. Stelle der höchsten Steuersätze im Lande. Der neue Satz liegt bei 96 Euro pro Tier.

(elm) Für Wirtschaftsunternehmen ist Monheim ein Steuer-Paradies, für Hundehalter ein Ort der Finsternis. Denn mit 132 Euro pro Hund nimmt die Stadt in Punkto Hundesteuer einen Spitzenplatz ein. Da steht sie in NRW an 16. Stelle der höchsten Steuersätze, hat eine Abfrage bei 338 Gemeinden ergeben. Aber für Monheims Hundehalter leuchtet jetzt ein Lichtstreif am Horizont auf: Die Stadtverwaltung schlägt vor, den Steuersatz pro Hund ab dem 1. Januar 2019 auf 96 Euro zu senken. Damit befände sich die Stadt am unteren Ende des oberen Drittels dieser 338 Gemeinden. Und würde zu dem bis Ende 2005 geltenden Satz zurückkehren.

Als der jetzige Steuersatz 2011 in Kraft trat, befand sich Monheim in der Haushaltssicherung. „Damals haben wir ein Entlastungspaket geschnürt, zu dem auch die Hundesteur gehörte“, erinnert sich Guido Krämer, Bereichsleiter Finanzen. Immerhin verringerten sich die steuerlichen Einnahmen der Stadt nunmehr von 340.000 auf 250.000 Euro. Nachdem nun aber aus mehreren veröffentlichten Erhebungen jeweils hervorging, dass sich Monheim im Vergleich mit den Steuersätzen in den Nachbarkommunen „auf hohem Niveau“ bewege, habe sich die Stadtspitze zu einer Senkung durchgerungen. So zahlen Hundebesitzer in Langenfeld 90 Euro, in Düsseldorf 96 Euro.

Die Hundesteuer diene allein der Begrenzung der Hundehaltung, so Krämer. Eine wirkliche Gegenleistung gebe es dafür nicht. Aber die Besitzer erhielten mit dem Steuerbescheid einen Gutschein für Kotbeutel in unbegrenzter Menge. Der Abschreckung wegen sind die Steuersätze für mehrere Hunde weiterhin hoch: Bei zwei Hunden kostet jedes Tier 120 Euro (vorher 156 Euro), bei drei oder mehr Hunden je 144 Euro (180 Euro). Trotz der hohen Steuerlast halten aber immerhin 75 Besitzer mehrere Tiere.

Insgesamt sind 2350 Hunde gemeldet. Zwölf davon fallen unter die Kategorie Kampfhund. Für gefährliche Hunde muss der Halter übrigens den zehnfachen Satz zahlen.

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