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Monheim Helden der Demokratie

Zugabe Unser Senf : Helden der Demokratie

Das Coronavirus ist höchst aktiv. Alle drei Tage, so hat Bürgermeister Daniel Zimmermann vorgerechnet, verdoppelt sich die Zahl der gemeldeten Infizierten. Auch für Monheim geht er von einer hohen Steigerungsrate aus.

Dennoch war es ihm ein Anliegen, als örtliche Demokratie Verantwortung zu zeigen und die Ratssitzung stattfinden zu lassen. Von der Opposition hat ihm das heftige Kritik eingebracht. Vor der Sitzung rügt Alt-SPD-Mann Werner Goller: „Unvernunft lässt sich leider nicht unter Quarantäne stellen“ und zitiert damit provokativ den Appell des Bürgermeisters an seine Bürger, die Regeln in der Corona-Krise zu beachten. Doch die hat Daniel Zimmermann überwiegend respektiert. Abstand zwischen den um die Hälfte reduzierten Rats-Mitgliedern, Getränke am Platz für jeden einzelnen, Desinfektionsmittel und die Aufforderung, den Sitzungssaal getrennt zu verlassen. Ausgelassen hat Zimmermann nichts, außer dass ein Großteil der Anwesenden deutlich über 50 ist und so zur Risiko-Gruppe gehört – abgesehen von den Peto-Mitgliedern, die allesamt jünger sein dürften und den größten Teil des Gremiums ausmachen. Ein Hoch also auf die Politiker 50plus, die so sich selbst, aber die Demokratie nicht gefährdet haben. Und so die Legitimation des Bürgermeisters, gemeinsam mit seiner Mehrheitspartei Peto Beschlüsse zu fassen.