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Monheim Geysir wird teurer als geplant: Bau beginnt heute

Trotz Steuerzahlerbund-Kritik : Monheimer „Geysir“ wird 45 Prozent teurer als geplant: Jetzt beginnt der Bau

Statt von 415.000 Euro für das Kreisverkehr-Kunstwerk ist jetzt von knapp 600.000 Euro die Rede.

(og) Die Bodenuntersuchungen vor dem alten Shell-Gebäude sind corona-bedingt ausgesetzt. Deshalb beginnt heute der Bau des Beckens für den umstrittenen „Geysir“ im Kreisverkehr vor dem Hochhaus Rheinkiesel. „Irgendwie müssen wir ja weiterkommen“, sagt der städtische Hochbauamts-Chef Andreas Apsel. Krischerstraße und Rheinpromenade werden dazu teilweise gesperrt. Das teilt Stadtsprecher Norbert Jakobs mit. Eine Umleitung in Richtung Baumberg führt über Niederstraße, Baumberger Chaussee und Kielsgraben. Verkehr aus dem Süden muss am Kreisel rechts in die Krischerstraße biegen. Bauende: voraussichtlich Ende Juni. Der Künstler Thomas Stricker hatte Jury und Rats-Mehrheit von seinem Projekt überzeugt, das der Stadt einen Eintrag ins Schwarzbuch der Steuerzahler sowie bundesweite Beachtung brachte. Jetzt soll die Stoßfontäne mitten auf dem Kreisverkehr nebeln und sprudeln. „Endlich geht es los. Nach über zwei Jahren intensiver Vorbereitungszeit werden die Bauarbeiten für eines der ungewöhnlichsten Kunstprojekte, das ich je realisieren konnte, starten“, sagt Stricker. „Es wird ein mächtiger, sehr selten ausbrechender, dann aber umso beeindruckender Geysir sein.“ Wann er ausbricht, bleibe ein Rätsel. Eine Baustellenampel sichert das Schauspiel. Die Kosten für das Kunstwerk gibt die Stadt jetzt mit knapp 600.000 Euro an. Bislang war von rund 415.000 Euro die Rede.