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Monheim finanziert mehr als ein Drittel des Kreishaushalts

Corona-Krise prägt Nachtragshaushalt : Monheim finanziert mehr als ein Drittel des Kreishaushalts

Monheim wird im kommenden Jahr 148,46 Millionen Euro Kreisumlage abführen, Langenfeld 30,06 Millionen. So steht es im Nachtragshaushalt des Kreises Mettmann, den Landrat Thomas Hendele und Kämmerer Martin M. Richter am Montag mit einem Gesamtvolumen von 402,1 Millionen Euro im Kreistag einbrachten.

Die Corona-Krise habe den im Dezember 2019 verabschiedeten Doppelhaushalt 2020/2021 „über den Haufen geworfen“, erklärt Hendele.

Erhebliche Mehrkosten resultierten unmittelbar aus der Bewältigung der Krise: Sachkosten für Schutzkleidung, für die IT-Ausstattung der Arbeitsplätze, Umbau- und Mietkosten und vieles mehr. Hinzu kämen Personalkosten für zusätzlich eingestellte Mitarbeiter im Gesundheitsamt und beim Bevölkerungsschutz, für das Bürgertelefon und für die Bewältigung des Publikumsverkehrs. „Ohne die staatlichen Hilfen von Bund und Land wären die kommunalen Haushalte schlicht untergegangen, wäre ein finanzielles Chaos über uns hereingebrochen.“

Drei Faktoren stellt Richter besonders heraus: „Rückwirkend zum 1. Januar 2020 ersetzt der Bund nicht mehr 49 Prozent, sondern 74 Prozent der Kosten der Unterkunft und entlastet damit den Kreis als Sozialhilfeträger.“ Durch den Ausgleich der Gewerbesteuerausfälle der städtischen Haushalte ergebe sich sowohl im laufenden Jahr als auch 2021 und 2022 mittelbar eine positive Wirkung für den Kreishaushalt. Drittens lassen sich die coronabedingten Belastungen isoliert  bilanzieren und zurückstellen.

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Unter dem Strich werden acht Städte um 11,2 Millionen Euro entlastet, bis auf Monheim  (583.000 Euro mehr) und Haan. In Langenfeld übersteigen die Mehrbelastungen für die Berufskollegs und die Förderschulen die Ersparnis von 101.531 Euro bei der Kreisumlage.