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Monheim erweitert Angebot an Ganztagsplätzen

Fortschreibung : Monheim erweitert Ganztags-Angebot

Bis zum Schuljahr 2021/22 sollen fast 93 Prozent aller Grundschulkinder eine Betreuung nutzen können. Platz wäre für 1550 Mädchen und Jungen. Die Schülerzahlen haben sich in Monheim „dynamischer entwickelt, als erwartet“, berichtete Bereichsleiter Peter Heimann den Politikern im Haupt- und Finanzausschuss.

Die Schülerzahlen haben sich in Monheim „dynamischer entwickelt, als erwartet“, berichtete Bereichsleiter Peter Heimann den Politikern im Haupt- und Finanzausschuss. Aus diesem Grund soll auch die Ganztagsbetreuung an den Grundschulen noch intensiver ausgebaut werden. Bis zum Schuljahr 2021/22 würden bis zu 1550 Plätze für die Mädchen und Jungen bereit stehen. Ein „Gesamtpaket“, für das die Stadt 4,7 Millionen Euro ausgeben will, sagte Heimann. Dann würden rund 93 Prozent der Kinder versorgt sein. Einstimmig votierte die Politik dafür. Der Stadtrat trifft seine Entscheidung am Mittwoch,  13. Mai.

Und schon jetzt ist Monheim im Vergleich gut aufgestellt. Im Schuljahr 2018/19 nahmen rund 79 Prozent ein Betreuungsangebot wahr. In Düsseldorf waren es 63 Prozent, in Köln 76 Prozent. Im Land Nordrhein-Westalen waren es insgesamt aber nur rund 46 Prozent aller Kinder.

Zum Schuljahresbeginn werden an den Standorten Lerchenweg, Armin-Maiwald-Schule und Winrich-von-Kniprode-Schule Überhangklassen eingerichtet. Dadurch erhöhe sich auch die Nachfrage nach Plätzen im Ganztag mehr als 2018 vorhergesagt, so Heimann. Die Kinder würden teilweise im rhythmisierten Ganztag betreut wie an der Schule Lerchenweg, aber auch im offenen Ganztag.  Perspektivisch wolle man an weiteren Schulen ein  rhythmisiertes Angebot machen, teilte Bürgermeister Daniel Zimmermann mit.  Zwar sei diese Form „qualitätsvoller“, der Betreuungsbedarf aber höher, weil sich Unterrichts- und Freizeitphasen abwechselten und sich so über den Tag verteilten. Anders im offenen Ganztag:  Dort finde morgens der Schulunterricht und am Nachmittag gebe es Arbeitsgemeinschaften und Freizeitangebote.

Simone Feldmann, Fachbereichsleiterin Kinder, Jugend und Familie sagte: „Wir wollen die Qualität vor Ort weiter entwicklen.“ Sie wies darauf hin, dass sich bei den Schulen mit einem ganzheitlichen Konzept die Lehrer und die Träger gemeinsam über die Gestaltung des Tages verständigten. Es werde in einem Team gearbeitet. Die Schule am Lerchenweg habe schon einen Antrag für alle 13 Klassen auf Sonderförderung gestellt, um ihr Konzept langfristig anzupassen. „Die Mittel sind schon bewilligt“, sagte Feldmann. Auch die Armin-Maiwald-Schule und die Hermann-Gmeiner-Schule überlegten für das Schuljahr 2020/21 Gelder zu beantragen.

Abhänig davon, wo die Eltern ihre KInder anmelden, könnten sich in der ausbauplanung Verschiebungen zwischen den einzelnen Schulstandorten geben. Die Plätze im offenen Ganztag würden als Gruppen geplant. eine Gruppe bestehe in der Regel aus 25 Plätzen, so Heimann. Eine Fördergruppe biete 12,5 Plätze. Die bevorzugten rhythmisierten Ganztagsklassen orientierten sich an der Klassenstärke und werden ebenfalls mit 25 Kindern geplant.

Michael Nagy (CDU) sorgte sich, das die Räumlichkeiten für den Ausbau nicht ausreichen könnten. „Die Schule Lerchenweg bekomme bald ein weiteres Gebäude“, sagte Bürgermeister Zimmermann. Auch der neue Grundschulstandort in Baumberg sei schon beschlossen. An der Lottenschule und der Armin-Maiwald-Schule werde es Container als Zwischenlösung geben, die aber einen hohen Standard  hätten und extra neu hergestellt worden seien. „Die Atmosphäre ist keine Zumutung.“

Man pflege in Monheim einen Standard, der über dem üblichen Landesstandard liege, sagte Daniel Zimmermann. „Auf diese Weise können wir die Situation ein bisschen abfedern.“